Bildung im digitalen Wandel

Lernlog: Erfolgreicher Prototyp-Test in Schulen

04. Juni 2020

16 Schüler/innen haben den lernlog-Prototyp getestet und ihre Ideen und Wünsche für die Software-Weiterentwicklung formuliert

Am 28.05. und 29.05.2020 wurde das Lernorganisations- und -begleitungstool lernlog zum ersten Mal in der Prototypversion mit den Schüler/innen, der zukünftigen Nutzergruppe, getestet. Teilnehmende waren 16 Kinder und Jugendliche: sieben vom Geschwister-Scholl-Gymnasium Pulheim (Jahrgang 9) und neun von der Sekundarstufe der Heliosschule – Inklusive Universitätsschule der Stadt Köln, darunter zwei Kinder mit Förderbedarf (Jahrgänge 5 und 6).  Die Tests konnten trotz Corona-Einschränkungen in den Schulen vor Ort unter strengen Hygieneauflagen stattfinden.

Im Mittelpunkt des Testings standen die bereits entwickelten Features der Software: der Kalender mit einzutragenden Lernzeiten, die To-Do-Liste und das Ansehen und Loggen von Aufgaben. Anhand von konkreten Testszenarien simulierten die Teilnehmenden ihre zukünftige Nutzung des Tools. So bearbeiteten sie beispielsweise folgende Test-Aufgabe: „Trage Dich in eine Lernzeit im Kalender ein. Stelle Dir vor, Du möchtest Deine Woche planen und eintragen, welche Lernzeiten Du in dieser Woche besuchst. Du tippst auf eine leere Lernzeit und füllst die Felder aus.“ Die Kinder und Jugendlichen spielten das Testszenario auf ihren Endgeräten durch und füllten anschließend einen Feedbackbogen zur Handhabbarkeit und Verständlichkeit mit Verbesserungsvorschlägen aus.

Einige der Teilnehmenden konnten zudem die lernlog-Version für die Lernbegleiter/innen  testen. Diese Option war besonders für die älteren Schüler/innen spannend, da ihnen dadurch ein Einblick in die Ansicht einer anderen Nutzergruppe geschaffen wurde: Was können Lernbegleiter/innen mit Hilfe des Tools erstellen, welche Aktivitäten der Lernenden können sie einsehen und wo Rückmeldungen geben?
    
Neben den individuellen Testings, fand eine gemeinsame Fokusgruppe mit allen Schüler/innen statt, in der allgemeine Fragen und Rückmeldungen zur Software Raum fanden. Hier standen beispielsweise Benutzeroberfläche und Design im Fokus, oder die Fragen: Welche Termine fehlen euch im Kalender? Wie sollen die Aufgaben mit dem Kalender verknüpft sein? In der lebhaften Diskussion entwickelten die Gruppe viele neue Lösungen und formulierten Wünsche: „Es wäre cool, wenn ich Benachrichtigungen wie bei Messengern auf meinem Homescreen bekommen würde, damit ich meine To-Dos nicht vergesse,“ sagte Leonore (10). Mayk (10) hat sich gewünscht, dass die aktuellste Aufgabe auf dem Dashboard erscheint. Die gesammelten Rückmeldungen werden nun vom Projektteam ausgewertet, um sie in der weiteren Entwicklung zu berücksichtigen.  

Insgesamt fand das Tool lernlog eine große Akzeptanz aufseiten der Schüler/innen. Sie konnten sich intuitiv zurechtfinden und die Features mit den Abläufen verbinden, die sie von der „analogen“ Schule bereits kennen.

Zum Hintergrund:
Wie in anderen Projekten der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, ist die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen ein wichtiger Teil des Entwicklungsprozesses im Projekt „lernlog – Der digitale Lernbegleiter“. Es fanden bereits in der früheren Phase der Softwareentwicklung  zwei Kinderexpert/innen-Workshops statt.