Halle (Saale)

Bürgerpark Freiimfelde

Industriebrache hinter dem Gleisfeld des Hauptbahnhofs

Innenstadtnah und doch durch die breiten Gleisstränge der Güterbahn vom städtischen Leben Halles abgeschnitten, verlieh sich der Stadtteil Freiimfelde selbst den wenig optimistischen Titel „leerstehendstes Viertel“ Deutschlands. Die Künstler*innen der Freiraumgalerie bespielten den Leerstand mit haushohen Wandgemälden, Aktionen und Festivals und sorgten so für Aufbruchsstimmung im Stadtteil. Aber immer noch fehlten in dem dicht bebauten Quartier benutzbare Freiräume und Grünflächen. Daher wird nun eine rund 6.000 Quadratmeter große Industriebrache an der Landsberger Straße zu einem offenen Bürgerpark umgewandelt.

Erschließung für Spielen, Bauen, Pflanzen, Lernen und Arbeiten

Vereine und Initiativen nutzten die Brachfläche bereits seit Jahren gemeinschaftlich, doch stets mit unsicherer Zukunft. Die Montag Stiftung Urbane Räume erwarb das Grundstück in Erbpacht und konnte so eine dauerhafte Perspektive für die gemeinwohlorientierte Nutzung als offener Bürgerpark herstellen, wie im Quartiersentwicklungskonzept vorgesehen. Die Teilflächen des Bürgerparks werden schrittweise unter Einbeziehung und mit tatkräftiger Hilfe der zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer erschlossen. Die Gestaltungsspielräume sind vielfältig: Bewohner, Betreiber und Besucher treffen sich auf dem Marktplatz, pflanzen und ernten im Nutz- oder Apothekergarten, lernen auf dem Bauspielplatz, kicken auf dem Bolzplatz oder backen gemeinsam im großen Lehmbackofen.

Bürger übernehmen Verantwortung für ein nachhaltiges Nutzungs- und Betriebsmodell

Die Transformation der Brache zum Bürgerpark ist prozesshaft gedacht: Über mehrere Jahre sollen die Ideen und Projekte auf und mit dem Gelände wachsen und dort Wurzeln schlagen. Ziel ist es, dass die Fläche im Zeichen von wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Nachhaltigkeit von engagierten Bürgern bewirtschaftet wird. Die Nutzungs- und Geschäftsmodelle für den Bürgerpark Freiimfelde sollen so aufgesetzt werden, dass sie einerseits das Gemeinwohl mehren und andererseits die Betriebskosten der Freifläche selbstständig tragen können.

Darüber hinaus gibt es einen von der Urbanen Nachbarschaft Freiimfelde und der Stadt Halle (Saale) 2018 gegründeten Quartiersfonds aus dem weitere gemeinwohlorientierte Projekte aus und für Freiimfelde gefördert werden. Die Vergabe der Mittel obliegt einem Quartiersbeirat.

Projektseite

Das 2. Projekt im Programmbereich Initialkapital der Montag Stiftung Urbane Räume gAG

Projektfakten

Kooperationspartner

Projektinvestition

Immobilie

Eigentümer

Gesellschafter

Architekten/Planer

 

Projektentwicklung

2015

2016

2017

2018