Bochum

KoFabrik

Ehemalige „Eisenhütte“ am nördlichen Innenstadtrand

Der industrie-historische Verwaltungsbau liegt am Imbuschplatz in der nördlichen Innenstadt und wurde vormals durch die Bochumer Eisenhütte Heinzmann genutzt. Als Eigentümerin der Immobilie wollte die Stadt Bochum das Gebäude einer gemeinwohlorientierten Nutzung zuführen. Die Strategie „Bochum 2030 – Vision Innenstadt“ sieht vor, das Quartier rund um den Imbuschplatz als zukunftsfähiges, lebendiges und vielfältiges Wohnquartier zu entwickeln. Der alten „Eisenhütte“ in der Stühmeyerstraße 33 kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Die gemeinnützige Projektgesellschaft „Urbane Nachbarschaft Imbuschplatz gGmbH“ (UNI gGmbH) schloss Ende 2018 einen Erbbaurechtsvertrag für das Grundstück ab und hat seitdem ein Nutzungskonzept für das denkmalgeschützte Gebäude entwickelt. Umbau- und Sanierungsmaßnahmen werden geplant und sind teilweise bereits durchgeführt. 

Entwicklung als gemeinnütziges Büro- und Gewerbeobjekt

Unter dem Namen KoFabrik entstehen auf rund 2.000 m² Räume für kleine Werk- und Produktionsstätten, Büros, Ateliers, Gastronomie und nachbarschaftliche Begegnung. Das Pionierhaus mit vier Flächen à 120 - 140 m² ist der erste Bauabschnitt (Bezug Mitte 2019) und richtet sich an StartUps, Kreative, Freiberufler und kleinere Unternehmen mit Engagement für das Viertel. Im Erdgeschoss befindet sich das „Magazin“ der ehemaligen Eisenhütte, das sich dem Quartier ab Herbst 2019 mit einer Mischung aus unternehmerischer Nutzung, offenem Treffpunkt und Arbeitsplattform öffnen soll. Ab Herbst 2020 werden auch die KoBüros (kooperatives Arbeiten in hochwertigen Büros) und das KoWerk (Labor, Werkstatt und Ort für Handel und Begegnung) fertiggestellt sein. Die angrenzende Grünfläche des Imbuschplatzes soll gemeinschaftlich gestaltet werden und steht der gesamten Nachbarschaft als Garten und Freifläche zur Verfügung.

Pioniere und Nachbar*innen entwickeln stufenweise das Projekt

Gemeinsam mit den zukünftigen Nutzerinnen und Nutzern werden die Bausteine der KoFabrik stufenweise entwickelt. Bausteine wie das „Magazin“ bieten die Möglichkeit, auf einer Fläche unternehmerische Konzepte (z.B. Indoor-Marktplatz) und Gemeinwohlaktivitäten (Café-Treffpunkt) zu überlagern. Das Projekt erwirtschaftet Überschüsse durch Vermietung, die in gemeinnützige Aktivitäten im Viertel zurückfließen. Ab Frühjahr 2019 soll ein Projektfonds zur Förderung bürgerschaftlicher Projekte und Aktivitäten im Stadtteil angelegt werden. Zudem gibt es die sogenannten Viertelsstunden: Abhängig von Größe und Preis der Mietfläche erbringen die Unternehmen und Mieter in der KoFabrik eine bestimmte Stundenzahl Gemeinwohl-Arbeit, die den Menschen im Viertel zugutekommt.

Projekseite

Projektfakten

Das 4. Projekt im Programmbereich Initialkapital der Montag Stiftung Urbane Räume gAG

 Kooperationspartner

Projektinvestition

Immobilien

Eigentümer 

Gesellschafter 

Architekten/Planer

 

Projektentwicklung 

 2018

2019