Teilhabe in der Kunst

Welt im Umbruch

Ein Fotobuch-Projekt geht auf Reisen: „Welt im Umbruch“ ist ein mobiles und partizipatives Ausstellungs- und Vermittlungsformat der Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft und des PhotoBookMuseum (Köln), das in Fotobüchern und Fotografien neue Perspektiven auf die globalen Umbrüche unserer Zeit eröffnet. Das Projekt gastierte von 2016 bis 2018 in Rostock, Duisburg und Kassel. Im Frühjahr 2019 findet es mit einer Publikation seinen Abschluss.

Anne-Katrin Bicher
Tel.: +49 (228) 26716 554

Die Ausstellung

Fotobücher erzählen Geschichten – emotional und unmittelbar. Mittelpunkt jedes „Welt im Umbruch“-Projekts war eine Fotobuch-Ausstellung von international renommierten Fotografinnen und Fotografen, die an öffentlichen Plätzen in Schiffscontainern frei zugänglich war. Sie thematisierte die großen gesellschaftlichen Umbrüche unserer Zeit: Digitalisierung, Klimawandel, Migration, politische und wirtschaftliche Umwälzungen – ebenso wie individuelle Umbrüche.

Neben der Ausstellung gab es ein Rahmenprogramm mit vielen weiteren Angeboten zum Mitmachen und Mitgestalten. Sie luden ein, das Format Fotobuch kennenzulernen, sich mit anderen auszutauschen oder die eigene Perspektive auf das Thema Umbruch in einem Fotobuch umzusetzen:

Fotografinnen und Fotografen der Ausstellung

Mit ihren Fotobüchern waren sie Mittelpunkt und Ausgangspunkt des ganzen Projekts. Ausgestellt waren Arbeiten von Lisa Barnard, Olaf Otto Becker, Peter Bialobrzeski, Ad van Denderen, Andrea Diefenbach, Carolyn Drake, Mitch Epstein (2016), Marina Gadonneix, Gabriele Galimberti, Yves Gellie, Julian Germain, Jacqueline Hassink, Pieter Hugo, Kadir van Lohuizen, Mark Power, Julian Röder, Emine Gözde Sevim, Carlos Spottorno, Lars Tunbjörk, Henk Wildschut, Paolo Woods und Xu Yong.

Artist Talks

Zu unseren Artist Talks (Künstlergesprächen) luden einige der in der Ausstellung vertretenen Fotografinnen und Fotografen an den jeweiligen Standorten von „Welt im Umbruch“ zum Austausch über ihre fotografischen Arbeiten und Bücher ein.

Café Courage

Das Courage, unser ganz besonderer Treffpunkt, war eine Inszenierung des Fotobuchs „Wild Pigeon“ von Carolyn Drake. Bei Tee und Kaffee lud es während der Ausstellungen täglich ein zum Austausch mit anderen Besucherinnen und Besuchern.

Fotobuch-Workshops

In mehrtägigen Workshops konnten Teilnehmende eigene Fotobücher gestalten, unterstützt von erfahrenen Fotografinnen und Buchgestaltern. Gearbeitet wurde mit eigenen Fotos, ob vom Smartphone, dem USB-Stick oder als Fotoabzüge. Die Arbeit an den selbst gemachten Fotobuch-Unikaten (sogenannte „Dummies“) war an allen Stationen ein Highlight.

Führungen

Unser Team hat regelmäßig Führungen durch die Ausstellung angeboten, u.a. auch Themen- und Kuratorenführungen. Wie alles bei „Welt im Umbruch“ waren auch die Führungen kostenlos.

Hausbesuche

In jeder Stadt besuchten wir einige Wochen vor der Eröffnung soziale und kulturelle Einrichtungen, um über das Projekt zu informieren. Bei den Hausbesuchen konnte man in die ausgestellten Fotobücher reinschnuppern und erfahren, welche Angebote es für Gruppen gibt und die Angebote ggf. auf den jeweiligen Bedarf anpassen.

Katalog-Werkstatt

In der Katalog-Werkstatt konnten Besucherinnen und Besucher kostenlos ihren eigenen Ausstellungskatalog zusammenstellen und mit nach Hause nehmen.

Outdoor-Installation

Ausgewählte Fotografien aus den Fotobüchern wurden im XXL-Format im öffentlichen Raum auf dem Ausstellungsgelände präsentiert. Passantinnen und Passanten konnten hier direkt mit den Bildern interagieren, Selfies machen und aus der Nähe Details studieren – Anfassen erlaubt.

Umfrage & Bildatlas

Wir haben die Öffentlichkeit an jedem Standort eingeladen, ihre Lieblingsfotos aus den Ausstellungsbüchern auszuwählen. Unabhängig von Thema und Buch wurden diese in einem Bildatlas zusammengefasst, der in der täglichen Vermittlung direkte und anregende Anlässe gab, um sich über Fotografie und die verschiedensten globalen Umbrüche auszutauschen.

Projektpartner: Das PhotoBookMuseum

Das PhotoBookMuseum wurde 2014 von Markus Schaden, Frederic Lezmi und Helge Hofmann in Köln gegründet. Als gemeinnützige Organisation fördert das Museum das Fotobuch als eine der zentralen Ausdrucksformen der Fotografie. Als Museum des 21. Jahrhunderts versteht es sich als lebendiger, sozialer Ort, der mit seinen Sammlungen, Ausstellungen und Veranstaltungen einem breiten Publikum offensteht.

Unsere Presseinformationen und -fotos zum Projekt finden Sie hier.