Montag Stiftung Urbane Räume

Ein Geschenk an die Nachbarschaft

Ⓒ Steffen Schellhorn
Pressemeldung: Bonn, 30. Januar 2020

Freiimfelde e.V. übernimmt den Bürgerpark FreiFeld

Erstes Projekt des Programms „Initialkapital“ der Montag  Stiftung Urbane Räume in neuer Trägerschaft

Knapp zwei Jahre nach dem symbolischen Spatenstich ist es soweit: Der im Mai 2019 eröffnete Bürgerpark FreiFeld in Halle (Saale) - ein partizipativ entwickeltes Projekt der Urbanen Nachbarschaft Freiimfelde, der Stadt Halle (Saale), des Freiimfelde e.V. und engagierter Anwohnerinnen und Anwohnern des Viertels - wurde am 30. Januar 2020 als Schenkung an den Freiimfelde e.V. übertragen. Der Verein, in dem sich engagierte Bürgerinnen und Bürger des Viertels im Zeichen wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Nachhaltigkeit zusammengeschlossen haben, übernimmt als neuer Eigentümer die Verantwortung für die Nutzung und Bewirtschaftung des gemeinsam konzipierten und gestalteten Bürgerparks. Das FreiFeld ist das erste Projekt des Programms „Initialkapital für eine chancengerechte Stadtteilentwicklung“ der Montag Stiftung Urbane Räume, das mit der Übergabe in eine neue, lokale Trägerschaft seinen Abschluss für die operative Arbeit der Stiftung findet. „Die Montag Stiftung Urbane Räume hat in der Stadt Halle (Saale) einen dynamischen, verlässlichen und aktiven Partner für die Umsetzung dieses Projekts gefunden. Und ich bewundere den Einsatz der Vereinsakteure, die sich seit Jahren für ihren Stadtteil engagieren. Dieses Engagement hat sich gelohnt – der Park ist für Freiimfelde und das Gemeinwohl gesichert und wird auch in Zukunft viele positive Impulse in den Stadtteil bringen“, betont Stefan Anspach, Vorstand der Montag Stiftung Urbane Räume. „Der Bürgerpark bleibt dynamisch und in Entwicklung, da hier immer wieder neue Ideen und Projekte von der Nachbarschaft ausprobiert werden“, so Roland Mattmüller, Freiimfelde e.V.

Die Transformation der rund 6.000 Quadratmeter großen ehemaligen Industriebrache zum Bürgerpark FreiFeld erfolgte prozessorientiert und wird auch künftig so weitergedacht. Als lebendiger Treffpunkt im Viertel setzt das FreiFeld heute neue Impulse für den Stadtteil Freiimfelde und fördert den nachbarschaftlichen Austausch - mit Grünflächen, Arealen für Spiel, Sport und Bewegung, Bildungsangeboten, vielfältigen Veranstaltungen, Nachbarschaftsfesten, Workshops und kreativen Projekten, wie z.B. einem Apothekergarten. Die Nutzungs- und Betriebsmodelle für das FreiFeld sind so aufgesetzt, dass sie einerseits dem Gemeinwohl dienen und andererseits die Betriebskosten der Freifläche selbstständig tragen können. Darüber hinaus gibt es einen von der Urbanen Nachbarschaft Freiimfelde und der Stadt Halle (Saale) 2018 gegründeten Quartiersfonds, aus dem weitere gemeinwohlorientierte Projekte aus und für Freiimfelde gefördert werden. Die Vergabe der Mittel obliegt einem Quartiersbeirat und wird durch die Bürgerstiftung Halle koordiniert. Als direkte Ansprechpartnerin für alle Bürgeranfragen und -anliegen steht Quartiermanagerin Nele Posinisky im Quartierbüro Ost der Stadt Halle (Saale), Freiimfelder Straße 13, zur Verfügung. Kontakt: Nele.Posininsky@halle.de.

Projektfakten

Kooperationspartner

Projektinvestition der Urbane Nachbarschaft Freiimfelde gGmbH

Immobilie

Architekten/Planer

Projektentwicklung

2020

2019

2018

2017

2016

Über die Urbane Nachbarschaft Freiimfelde

Die Urbane Nachbarschaft Freiimfelde gGmbH wurde auf Initiative der Kooperationspartner Montag Stiftung Urbane Räume, Freiraumgalerie und Stadt Halle (Saale) ins Leben gerufen. Ziel der Kooperation war es, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort den Stadtteil Freiimfelde neu zu gestalten, entscheidende Impulse für das Zusammenleben zu geben und das Viertel als Wohn- und Lebensraum für langjährige und neue Anwohnerinnen und Anwohner lebenswerter zu machen.

Initialkapital für eine chancengerechte Stadtteilentwicklung

Die Idee des Programms „Initialkapital für eine chancengerechte Stadtteilentwicklung“ ist es, durch Investition in eine Immobilie dauerhaft eine soziale Rendite zu erzielen und so wichtige Erneuerungsimpulse für den gesamten Stadtteil zu setzen. Die Immobilie dient dabei der gemeinwohlorientierten Entwicklung, denn die Gewinne, die durch Bewirtschaftung der Immobilie entstehen, fließen vollständig ins Viertel zurück und kommen dem Gemeinwesen zugute. Diesen Ansatz realisiert die Montag Stiftung Urbane Räume seit 2013 in der Urbane Nachbarschaft Samtweberei in Krefeld und seit 2016 mit dem Projekt Urbane Nachbarschaft Freiimfelde in Halle (Saale). 2018 folgten die Urbane Nachbarschaft BOB (BOB Campus) in Wuppertal und die Urbane Nachbarschaft Imbuschplatz (KoFabrik) in Bochum.

Miriam Pflüger
Tel.: +49 (228) 26716 473

Über die Montag Stiftung Urbane Räume

Die Montag Stiftung Urbane Räume gAG ist eine unabhängige gemeinnützige Stiftung und gehört zur Gruppe der Montag Stiftungen in Bonn. Im Sinne des Leitmotivs der Stiftungsgruppe „Handeln und Gestalten in sozialer Verantwortung“ engagiert sich die Montag Stiftung Urbane Räume als unabhängige Partnerin von Kommunen, Verbänden und zivilgesellschaftlichen Initiativen dort, wo Stadtteile von besonderen sozialen und ökonomischen Rahmenbedingungen geprägt sind.

Sabine Milowan
Tel.: +49 (228) 26716-633

Über die Montag Stiftungen

Die Montag Stiftungen sind eine unabhängige und gemeinnützige Stiftungsgruppe in Bonn. Zu ihr gehören die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, die Montag Stiftung Urbane Räume und die Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft. Die Stiftungen arbeiten jeweils eigenständig, operativ und projektbezogen in den Bereichen Inklusion, Digitalisierung im Bildungsbereich, Pädagogische Architektur, Stadtentwicklung, Nachbarschaften und partizipative Kunst. Im Sinne des Stiftungsgründers Carl Richard Montag setzen sich die Montag Stiftungen für eine chancengerechte Alltagswelt ein, an der alle Menschen gleichberechtigt teilhaben können. Das Leitmotiv ihrer gemeinsamen Arbeit lautet: Handeln und Gestalten in sozialer Verantwortung. Dachstiftung der Stiftungsgruppe und Eigentümerin des Stiftungsvermögens ist die Carl Richard Montag Förderstiftung, die von der Denkwerkstatt der Montag Stiftungen unterstützt wird.