Duisburg

Theisen-Areal

Projekt in Untersuchung

Zukunftsperspektiven einer Industriebrache im urbanen Quartier

Die Montag Stiftung Urbane Räume prüft derzeit, ob und wie das Theisen‑Areal in Duisburg‑Hochfeld als Projekt der gemeinwohlorientierten Stadtteilentwicklung nach dem Initialkapital‑Prinzip entwickelt werden kann. Die Untersuchung umfasst ein ca. 3,5 Hektar großes Areal und erfolgt in enger Kooperation mit der Eigentümerin Stadt Duisburg und den Wirtschaftsbetrieben Duisburg.

Lage in Duisburg

Duisburg, im Grenzbereich der Stadtteile Hochfeld und Dellviertel

Adresse:
Musfeldstraße 120-122, Friedenstraße 9-13 und 19-31
47053 Duisburg

Die Montag Stiftung Urbane Räume möchte Teile des Theisen-Areals sowie benachbarte Grundstücke mit ihren Gebäuden in Kooperation mit der Stadt Duisburg und unter Mitwirkung engagierter Akteur*innen und Nachbar*innen zu einem Ort für Gemeinwohl entwickeln und langfristig sichern.

Voraussetzung dafür ist ein Entwicklungskonzept, das den lokalen Bedarfen gerecht wird und sich dauerhaft wirtschaftlich selbst trägt. Wenn es technisch, rechtlich und wirtschaftlich möglich ist, übernimmt die Montag Stiftung Urbane Räume Teile der Grundstücke im Erbbaurecht und realisiert den Umbau und die Vermietung der Gebäude nach dem Initialkapital‑Prinzip

Das Theisen-Areal ist ein ehemaliges Industriegelände im Duisburger Stadtteil Hochfeld. Ende des 19. Jahrhunderts entstand hier ein Schlachthof, bestehend aus mehreren großen Hallen- und Nebengebäuden. Nach der Schließung übernahmen Mitte der fünfziger Jahre die Theisen‑Kabelwerke das Gelände und bauten die bestehenden Gebäude während der Betriebszeit mehrfach um und aus. Die erhaltenen Tragwerke der ehemaligen Klein- und Großviehhallen aus der Schlachthofzeit stehen heute unter Denkmalschutz. 

Seit mehreren Jahren stehen Hallen, Büro- und Wohngebäude leer. Wegen seiner Lage und der bislang einzigen Zuwegung über die Musfeldstraße war das Areal lange Zeit nur eingeschränkt zugänglich. 

In Gesprächen und Workshops vor Ort wurde sichtbar, was im Stadtteil fehlt: Dies sind niedrigschwellige Räume für Begegnung, Sport und Bewegung sowie Angebote für Bildung und Kultur. Großer Bedarf besteht auch an modernem, bezahlbarem Wohnraum. Darüber hinaus fehlen Flächen für kleine Unternehmen, etwa aus Handwerk, Produktion oder Kreativwirtschaft. Solche Betriebe können die lokale Wirtschaft ergänzen, die bisher vor allem von Handel und Gastronomie geprägt ist, und neue Impulse für den Stadtteil setzen. 

Die vorhandenen Gebäude bieten dafür grundsätzlich gute Voraussetzungen, gleichzeitig erfordern sie zum Teil umfangreiche Sanierungs- und Umbaumaßnahmen. Zentrale Aufgabe ist daher, Nutzungskonzept und Investitionsbedarf aufeinander abzustimmen, dass ein zukunftsfähiges gemeinwohlorientiertes Projekt entstehen und dauerhaft im Stadtteil verankert werden kann.

Im März 2024 haben die Montag Stiftung Urbane Räume, die Stadt Duisburg und die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEBAG eine Absichtserklärung unterzeichnet. Darin vereinbaren sie, das Theisen-Areal partnerschaftlich zu entwickeln mit dem Ziel einer Aktivierung und Stärkung des Stadtquartiers und seiner Bewohner*innen im Sinne einer sozial-ökologischen Transformation. Ein wesentlicher Baustein soll nach dem Initialkapital-Prinzip der Montag Stiftung Urbane Räume entwickelt werden.

Seitdem hat die Montag Stiftung Urbane Räume in zahlreichen Gesprächen mit Akteur*innen vor Ort das Quartier analysiert und in enger Kooperation mit der Stadt Duisburg ein strategisches Entwicklungskonzept erarbeitet. Dieses berücksichtigt und verortet die Infrastrukturbedarfe der Stadt und besteht aus mehreren Bausteinen. Städtische Bausteine sind die Erweiterung der Gemeinschaftsgrundschule Friedenstraße, der Neubau für den Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr sowie die Alte Feuerwache. Der Projektbaustein der Montag Stiftung Urbane Räume umfasst die großen Hallen und südlichen Nebengebäude des Theisen-Areals, die Wohngebäude Friedenstraße 25-31, das Verwaltungsgebäude Friedenstraße 9 und die benachbarten derzeit unbebauten Grundstücke. 

In verschiedenen themenbezogenen Workshops haben Akteur*innen aus dem Stadtteil, Vereine, Unternehmen und Vertreter*innen der Stadtgesellschaft Nutzungspotenziale für das Areal konkretisiert und weitergedacht. Die Ergebnisse aus diesen Formaten fließen direkt in die weitere Ausarbeitung des Nutzungskonzepts ein. 

Parallel dazu untersucht ein Team aus Fachplaner*innen den baulichen Zustand der bestehenden Gebäude. Die technischen Ergebnisse helfen dabei, realistische Perspektiven für Umbau, Sanierung und künftige Nutzungen zu entwickeln und das Konzept weiter zu schärfen. 

Ob die Montag Stiftung Urbane Räume das Theisen-Areal nach dem Initialkapital‑Prinzip entwickelt und sich langfristig im Stadtteil engagiert, entscheidet sich zum Abschluss dieser Projektuntersuchung.

2026 

2025 

2024 

2023 

2020 

2017 

Sie wissen, was Hochfeld braucht? Sie haben Ideen, wer Träger*in bzw. Mieter*in sein könnte? Melden Sie sich bei uns!  

Nach dem Initialkapital-Prinzip stellt die Stiftung das Gebäude und dessen Verwaltung zur Verfügung, wird aber nicht selbst Betreiberin der verschiedenen Nutzungen, sondern sucht Mieter*innen.   

Nutzungsansätze könnten beispielsweise sein:  

 

Sie wollen keine Flächen mieten, möchten aber die Entwicklung eines gemeinwohlorientierten Ortes in Hochfeld / Dellviertel unterstützen und haben Ideen, was Sie selbst dort anbieten könnten? 

Bis die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein werden, dauert es noch ein paar Jahre. Aber das Projekt lebt von zivilgesellschaftlichem Engagement und zwar sowohl in der Phase der Entwicklung als auch später im Betrieb, wenn es um die Nutzungen und Gestaltung der Gemeinwohlflächen geh sowie die Entwicklung konkreter Angebote für die Nachbarschaft. Bitte melden Sie sich, wenn Sie sich mit eigenen gemeinnützigen Angeboten in das Projekt einbringen wollen. 

Kontakt:

Wenn Sie Fragen zu den Entwicklungen haben, Anregungen oder konstruktive Kritik mit uns teilen möchten, freuen wir uns, mit Ihnen ins Gespräch kommen.  
Melden Sie sich bei:

Annette Bederke
Projektentwicklerin bei der Montag Stiftung Urbane Räume
Tel.: +49 (0) 228 267 16-481
a.bederke(at)montag-stiftungen.de