Mönchengladbach [2025]

ÜBENÜBENÜBEN³ in Mönchengladbach

Die Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft und das städtische Kulturbüro Mönchengladbach fördern mit dem Programm übenübenüben³ partizipative, kontextbezogene, spartenübergreifende Kunst. Verortet ist das künstlerische Praxismentoring auf dem Maria-Lenssen-Areal in Mönchengladbach Rheydt. Im dortigen Wohnheim werden im jährlichen Wechsel zwei Wohn- und Atelierräume partizipativ arbeitenden Künstler*innen aller Sparten zur Verfügung gestellt. Gemeinsam mit der Anwohner*innenschaft sollen die Künstler*innen ein künstlerisches Projekt entwickeln, realisieren und öffentlich präsentieren. Ein zentraler Bestandteil ist die Erprobung und Weiterentwicklung der eigenen partizipativen künstlerischen Praxis im Rahmen eines Mentorings.

Bewerbungen sind als Einzelpersonen oder Tandem, auch interdisziplinär, möglich. 

Das Atelierförderprogramm

… hat eine partizipative, interdisziplinäre Ausrichtung.

… bietet Künstler*innen die Möglichkeit, sich auf einen Ort einzulassen, tiefgehende Recherche zu betreiben und sich intensiv dem Üben von künstlerischen partizipativen Prozessen und Projekten zu widmen.

… stellt einen Rahmen, um partizipative und kunstvermittelnde Strategien ortsbezogen zu erproben und weiterzuentwickeln.

… stellt den Teilnehmer*innen im Rahmen eines Praxis-Mentorings erfahrene Künstler*innen zur Seite, die den Prozess fachlich, inhaltlich und organisatorisch begleiten.

... legt einen besonderen Fokus auf den Übergang vom Studium in das Berufsfeld und gibt die Möglichkeit, das eigene professionelle Selbstverständnis zu reflektieren und zu stärken.

... stellt die Teilnehmer*innen als Tandem auf und ermöglicht einen intensiven Austausch sowie Synergien in der Rollenverteilung.

Das Tandem für 2026!

Nis Petersen und Johannes Thimm sind von April bis September 2026 als Tandem in Mönchengladbach-Rheydt aktiv.

Einblicke und Updates gibt’s auf Instagram: @uebenuebenueben_mg

Foto: Karolina Sobel

Hi! Wir sind Nis Petersen und Johannes Thimm und arbeiten über sieben Jahren als Medienkünstler zusammen. Durch einen medienreflexiven Umgang erforschen wir, wie narrative, visuelle und elektronische Techniken Wahrnehmungen, Wissensproduktionen und soziale Wirklichkeiten gestalten. In unserer künstlerischen Praxis verknüpfen wir produzierende mit vermittelnden Ansätzen und gehen den Schnittstellen von Technologien, Medien und Transformationsprozessen nach. Dabei sind künstlerische Forschung und performative Strategien wesentliche Elemente unserer Vorgehensweise.

Wenn Kabel, unterschiedliche Ein- und Ausgänge, Netzwerke, künstliche Intelligenzen, Adapter, Schnittstellen, Clouds, Computer, Roboter und wir selber zusammenkommen, geht dies häufig mit technischer Verwirrung einher. Wir möchten alle Dimensionen dieser Verwirrung willkommen heißen und in der sich ständig verändernden und schnelllebigen Technosphäre Zukunftsbilder mitgestalten. Dabei sind glitching und sampling zwei Phänomene und Prozesse, die uns sehr am Herzen liegen. <3 

Nis Petersen wurden in Neumünster und Johannes Thimm in Straßburg geboren. Kennengelernt haben wir uns in Karlsruhe, jetzt ziehen wir gemeinsam nach Mönchgladbach um. Dort werden wir innerhalb eines halben Jahres gemeinsam künstlerisch produzieren und herausfinden, was ein partizipatives Filmprojekt alles sein kann. 

Wir freuen uns auf unsere Zeit in Mönchengladbach und darauf eine Grundlage zu finden, die einen Raum für Austausch und Gemeinschaft zulässt.

Der Ort

Mönchengladbach ist eine kreisfreie deutsche Großstadt im Westen Nordrhein-Westfalens. Als einzige Stadt mit zwei Hauptbahnhöfen, Hochschulstandort und einer prägenden Textilgeschichte bietet sie viele spannende Anknüpfungspunkte für künstlerisches Arbeiten.

Zwischen Mühlenstraße und Werner-Giller-Straße in Mönchengladbach in beeindruckendes innerstädtisches Bauensemble. Gruppiert um einen mit alten Bäumen bestandenen Park liegen das Maria-Lenssen-Berufskolleg und das ehemalige Schülerinnenwohnheim. Weder die Geschichte der Schule noch der versteckte Maria-Lenssen-Garten sind allgemein bekannt. Das Ensemble aus Schülerinnenwohnheim und angeschlossener Gärtnerei im Maria- Lenssen-Garten unter Denkmalschutz gestellt.

Zu den Veranstalterinnen

Die c/o-Künstler*innenförderung des städtischen Kulturbüros Mönchengladbach unterstützt und entwickelt die professionelle Kunstszene in der Stadt durch eine intensive Vermittlungsarbeit in Form von Veranstaltungen, Ausstellungen und Medienpräsenz.

Die während „ÜBENÜBENÜBEN³“ entstandenen gesammelten Erfahrungen der Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft sollen für das Förderprogramm genutzt werden. Bei diesem Projekt für partizipativ arbeitende Künstler*innen im Maria-Lenssen-Garten hat sich herausgestellt, dass ein solches Format sowohl bei den beteiligten Künstler*innen, als auch bei den Menschen vor Ort Anklang findet. Ebenso stellte sich ein Entwicklungspotenzial hinsichtlich der Projektstruktur heraus. Um diese Erkenntnisse wirkungsvoll weiterzuführen, entsteht nun die Etablierung eines Atelierförderprogramms in Kooperation mit der Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft und der Stadt Mönchengladbach.

Sonja Tucinskij
Tel.: +49 160 99125941