Urbane Dialoge

Konvent „Immobilien für viele – Gemeinwohl
gemeinsam gestalten" (November 2016, Leipzig)

  • Immovielienkonvent Foto: Thomas Puschmann

  • Martin zur Nedden, Deutsches Institut für Urbanistik. Foto Thomas Puschmann

  • Immovielien-Konvent. Foto: Thomas Puschmann

  • Immovielien-Konvent. Foto: Thomas Puschmann

  • Christian Stupka, Genossenschaftliche Immobilienagentur München eG [GIMA]. Foto: Thomas Puschmann

  • Immovielien-Konvent. Foto: Thomas Puschmann

  • Immovielien-Konvent. Foto: Thomas Puschmann

  • Immovielien-Konvent. Foto: Thomas Puschmann

  • Immovielien-Konvent. Foto: Thomas Puschmann

  • Immovielien-Konvent. Foto: Thomas Puschmann

  • Immovielien-Konvent. Foto: Thomas Puschmann

Warum ein Konvent?

An die 400 Bürgerbäder, mehr als 100 Projekte des Mietshäuser Syndikats, mehr als 90 Projekte des NRW-Programms „Initiative ergreifen”, ungezählte unabhängige und selbst verwaltete Kultur- und Nachbarschaftszentren, mehr als 200 DORV-Läden und nicht zuletzt immer weiterwachsende neue Wohnungsgenossenschaften stellen seit den 1980er Jahren unter Beweis: Gemeinwohlorientiertes Wirtschaften und unternehmerisches Handeln sind keine Widersprüche, sondern sie sind ganz im Gegenteil eine wichtige Basis für strukturelle Stabilität und Verlässlichkeit.

Diese Immobilien von vielen für viele – Immovielien – sind etwas Besonders: Denn sie bleiben, wenn es kritisch wird, sie entziehen den Boden auf dem sie stehen und sich selbst der Spekulation, verhalten sich zu anderen solidarisch, unterstützen sich gegenseitig und suchen beständig nach einem gesellschaftlichen Nutzen ihres Tuns.

Viele von ihnen werden bewundernd beäugt: Weil sie es schaffen, auch in überhitzten Märkten günstige Räume zur Verfügung zu stellen, oder weil sie es schaffen, Infrastrukturen besser zu bewirtschaften als es der öffentlichen Hand oder öffentlich getragenen Wohnungsbaugesellschaften häufig möglich ist.

Und obwohl sie ökonomisch stabil und sozial innovativ sind, haben sie noch lange nicht die besondere Position in der Stadtentwicklung, die ihnen zusteht. Sie konkurrieren mit internationalen Investoren um Grundstücke, anstatt als wertvoller Partner hofiert zu werden, und sie werden von einem Teil der kommunal getragenen Wohnungswirtschaft als träumerische Exoten behandelt, weil sie das große und regelhafte Geschäft in Unruhe bringen.

Glücklicherweise ist das weder immer, noch überall der Fall. Es gibt sie schon, die positiven Beispiele, wo öffentliche Hand öffentlich, getragene Wohnungswirtschaft und Immovielienprojekte Hand in Hand gehen.

Es ist an der Zeit, von „Guten Beispielen” zu lernen. Es ist aber auch längst Zeit, die Hürden, die den meisten noch im Weg stehen, wegzuräumen!

Die Montag Stiftung Urbane Räume, die Partner des Konvents und heute das Netzwerk Immovielien setzen sich dafür ein, dass sich die Vergabe von Boden, die Finanzierung durch die Banken, die Förderung durch die öffentliche Hand, die unternehmensrechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen und nicht zuletzt das Miteinander von öffentlichen Institutionen und Immovielien verbessern.

Kurz gesagt: Wir brauchen Mehr Boden!, Gutes Geld!, Andere Förderung!, Passendes Recht! und Mehr Augenhöhe! für eine gemeinwohlorientierte Immobilienentwicklung.

Schwerpunkte und Ablauf des Konvents

Diese oben genannten Forderungen wurden 2016 von den Partnern und Mitdenkern des Konvents ausgearbeitet und am 3. und 4. November 2016 mit weiteren ca. 120 Mitdenken der öffentlichen Hand, von Banken, aus Wohnungsbaugesellschaften, aus Kommunen und nicht zuletzt natürlich von Immovielienprojekten kritisch diskutiert. 

Der Konvent hatte

  • der Politik erläutert, welche Rahmenbedingungen wie verändert werden müssen, damit gemeinwohlorientierte und kooperative Projekte in der Immobilienentwicklung mehr und wirksamer werden können;
  • unterschiedliche Mitgestalter und Partner der gemeinwohlorientierten Immobilien- und Stadtentwicklung zusammen geholt und verbunden;
  • Wissen, das in Immovielienprojekten steckt, zugänglich gemacht, dokumentiert und ein Voneinander-Lernen organisiert.

Am 1. Tag wurden die Qualitäten von Immovielien herausgestellt, der Bedarf für Veränderungen deutlich gemacht, die Forderungen präsentiert und gemeinsam mit Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Immovielienprojekten diskutiert.

Am 2. Tag wurden zunächst lokale Lösungen präsentiert und diskutiert: Was lässt sich von den Immovielienprojekten lernen, was in andere Kommunen transportieren? Anschließend wurden in den Themenfeldern Boden, Finanzierung, Förderung, Recht & Steuern und Kommunale Kultur und Zusammenarbeit die Forderungen diskutiert und erste Meilensteine auf dem Weg zur Veränderung der Rahmenbedingungen entwickelt.

Im Anschluss an den Konvent wurde im Februar 2017 das Netzwerk Immovielien gegründet, das heute als Verein organisiert ist.

undefinedDokumentation des Konvents (PDF, 2,6 MB)
undefinedKonventpublikation IMMOVIELIEN - Forderungen und Projekte (PDF, 1,8 MB)

DOKUMENTE

Konventpublikation
IMMOVIELIEN - FORDERUNGEN UND PROJEKTE

undefinedPDF, 1,8 MB

Kurzfassung der Forderungen
undefinedPDF, 64 KB

Partner und Mitdenker des Konvents
undefinedPDF, 67 KB

DOKUMENTATION DES KONVENTS
undefinedPDF, 2,6 MB