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Digital Education Day 2018: Vorstellung des digitalen Logbuchs

Die Stadt Köln lud am 24. November 2018 zum „6. Digital Education Day“ ein. Mit der jährlich stattfindenden Konferenz soll der kontinuierliche Austausch über digitale Medien im Unterricht gefördert werden. Über 500 Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen sowie Interessierte aus Forschung und Wirtschaft aus Köln, der Region und Fachleute aus ganz Deutschland stellten sich unter dem Motto „Digitale Bildung – spielend einfach lernen” folgende Fragen: Welche Konzepte, welche Programme und welche Medien sind zeitgemäß und nützlich für einen guten Unterricht? 

Das Programm setzte dabei auf den Austausch über konkrete Arbeitshilfen und Praxisbeispiele. Die Inhalte wurden in Barcamp-Sessions vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Die Veranstaltungsform „Barcamp“ bedeutet, dass jede/r „Teilgebende” (denn jede/r trägt etwas zum Gelingen der Veranstaltung bei)  die Möglichkeit hat, am Veranstaltungstag ein eigenes Thema anzumelden. Das kann eine These oder ein Fachgebiet sein, auf dem man selbst Expert/in ist und einen Vortrag halten oder eine Diskussion leiten kann – oder auch eine Frage, auf die man eine Antwort sucht. Das Plenum entscheidet vor Ort, welche Themen ausgewählt werden.

Das digitale Logbuch

In einer Barcamp-Session stellten Annie Dörfle und Lena Spak vom Kölner Startup Scobees und Richard Heinen von der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft ein gemeinsames Projekt vor: Die Entwicklung eines Prototypen für ein digitales Logbuch. Der Prototyp wird zusammen mit Schulen aus dem undefinedNetzwerk der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft erprobt und weiterentwickelt. Die Lernsoftware soll das selbstständige und individualisierte Lernen in Schulen unterstützen. In Werkstätten, Lernbüros und Projekten bearbeiten Lernende Aufgaben, die im Lerntagebuch ausgewertet werden. Der Lernprozess wird entsprechend des Kompetenzrasters mit einem persönlichen Feedback der Lehrkräfte dokumentierent. Gerade in offenen Unterrichtsszenarien könnte das digitale Logbuch in Zukunft helfen, Lernprozesse sichtbar zu machen und die Beratung zu erleichtern. Ziel der Erprobungsphase mit den Netzwerkschulen ist es, herauszufinden, ob das digitale Logbuch in unterschiedlichen Lernszenarien an den Schulen flexibel einsetzbar ist.

Welche Idee dem digitalen Logbuch dabei zugrunde liegt, erklärt Richard Heinen, Projektleitung undefinedBildung im digitalen Wandel: „Es geht uns nicht um die ‚Digitalisierung der Schule’, sondern um eine Schule, die auf ein Leben in einer digitalen Welt vorbereitet. Dafür muss Lernen anders organisiert werden, das wollen wir mit dem digitalen Logbuch unterstützen.”

Mehr zur Konferenz: undefinedhttps://digitaleducation.cologne/konferenz