Morphing History

Geschichte begegnen - Zeit gestalten

Garten der Zukunft, Böckingpark, Köln-Mülheim (Foto: Nike Gerochristodoulou)
Garten der Zukunft, Böckingpark, Köln-Mülheim (Foto: Nike Gerochristodoulou)
Garten der Zukunft, Böckingpark, Köln-Mülheim (Foto: Nike Gerochristodoulou)

Garten der Zukunft

Die Errichtung eines „Gartens der Zukunft“ im Kölner Böckingpark sollte für Jugendliche ein möglicher Weg sein, einen Teil europäischer Geschichte gestalterisch zu verstehen und zu begreifen.

Anlässlich des siebten Jahrzehnts nach Beginn des Zweiten Weltkrieges und des systematischen Massenmordes hat die Künstlerin Valentina Pavlova eine Installation mit Schülerinnen und Schülern des Genoveva Gymnasiums in Köln umgesetzt, die an die Opfergruppe der Kinder und Jugendlichen erinnert. Gepflanzt wurde ein Baumkreis bestehend aus 20 jungen Hainbuchen. Damit soll das Gedenken an diejenigen, die nicht aufbegehren konnten, lebendig gehalten werden.

Ein lebendiges Denkmal

Inhaltlicher Hintergrund des Einzelprojektes sind die Schicksale der ermordeten Kinder im Zuge der NS-Euthanasie-Verbrechen und die Spurensuche nach oftmals vergessenen jungen Opfern des Krieges. Valentina Pavlova selbst beschäftigt sich seit fast 20 Jahren mit dem Thema und hat 2000 bereits ein ähnliches Zeugnis der Erinnerung auf dem Gelände der Rheinischen Kliniken in Bonn errichtet.

Wunsch ist, mit der Pflanzung eines lebendigen Denkmals einen Beitrag der besonderen Verantwortung zu leisten. Das bedeutet zum einen Verantwortung für Gewesenes zu übernehmen, ein dauerhaftes Zeichen zu setzen, selbst gestalterisch tätig zu werden. Zum anderen heißt dies, durch die fortlaufende Pflege der Bäume und die Bespielung des Gartens ebenso Verantwortung für eine gute Gegenwart und Zukunft zu übernehmen.