Orte der Demokratie

Open Embassy for Democracy

Engagierte und Aktive gesucht!

Die Open Embassy for Democracy (die „EMBASSY“) – ein offener und geschützter Raum für die Arbeit an den Herausforderungen für Demokratie, Offenheit, Inklusion und Toleranz. Ein Ort für Demokratie und Künste. Das ist die Vision für den geschichtsträchtigen Ort der Demokratie, den ehemaligen Amerikanischen Club in Bonn Bad Godesberg. Jetzt besteht die Chance, diese Vision Realität werden zu lassen. Das geht nur gemeinsam.

Wie kann das gelingen?

Die Idee

Aus der Zivilgesellschaft kam der Impuls, den Verfall des ehemaligen Amerikanischen Clubs zu stoppen und einen einzigartigen Ort zu erschaffen. Eine Projektgruppe erarbeitete gemeinsam mit den Montag Stiftungen erste Leitmotive, die künftig mit einer wachsenden Community weiterentwickelt werden: 

Die gemeinsame Chance

Dieser besondere Ort für Demokratie und Künste kann nur Realität werden, wenn sich ein zivilgesellschaftlich verantworteter Träger entwickelt, der die EMBASSY langfristig betreibt und Hauptmieter wird. Für so ein Trägermodell muss eine starke Gemeinschaft von aktiven Projektemacherinnen und Projektemachern („Community“) wachsen. Sie bringen Erfahrungen mit Demokratiethemen wie Inklusion oder Migration sowie allen Kunstformen von der Musik bis zur Aktionskunst mit. Was zählt, ist die gemeinsame Haltung: Offenheit und Commitment zu Dialog und eigenverantwortlicher Mitarbeit. Die Montag Stiftungen unterstützen geeignete Beteiligungsformate zum Community-Wachstum - finanziell und ideell.

Die nächsten Schritte

Mitmachen

Fabiana Florczyk
Tel.: +49 151 7281 9145

Wer Lust hat, sich in einen der oben genannten Prozesse einzubringen, Interesse oder Erfahrung mit dem Betrieb von Kultureinrichtungen oder Ahnung von nachhaltigen, zukunftsorientierten Betriebsmodellen hat – oder auch Menschen kennt, die Interesse haben könnten – kann sich hier melden! Kontakt: embassy(at)montag-stiftungen.de

Öffentliche Veranstaltungen: aktuelle Termine folgen.

Der besondere Ort

Der Amerikanische Club war fast 50 Jahre lang das Herz der amerikanischen Community und offener Anlaufpunkt für protokollarische und informelle Anlässe in Bonn. Erbaut wurde der Bungalow 1951 als Bestandteil der HiCoG-Siedlung Plittersdorf im Stil der „Prairie Houses“ des Mittleren Westens der Vereinigten Staaten. Mit seiner großzügigen Fläche von 2.000 m² in Souterrain und Erdgeschoss und seiner parkartigen Freifläche stand der Club für die amerikanische Lebensweise - ein Sinnbild für internationale Beziehungen und demokratische Bildung.

Nach dem Hauptstadtbeschluss aus dem Jahr 1991 und dem Umzug der amerikanischen Botschaft nach Berlin 1999 wurde der Amerikanische Club an die Vereinigte Bonner Wohnungsbau AG (Vebowag) verkauft. Für das denkmalgeschützte Gebäude gab es bisher keine tragfähigen Konzepte. Es befindet sich in einem sehr schlechten, sanierungsbedürftigen Zustand. Die Sanierungskosten werden aktuell auf ca. 8-10 Mio. Euro geschätzt.

Ein Gemeinschaftsprojekt der

FAQs

Der Impuls für das Projekt kam von Bonner Bürgerinnen und Bürgern, die einen persönlichen Bezug zu diesem besonderen Ort haben (siehe auch: „Was ist so besonders am ehemaligen Amerikanischen Club?“). Ihr Anliegen war und ist es, die Immobilie vor dem weiteren Verfall zu retten und ihr eine neue, zeitgemäße Funktion zu geben. Sie wandten sich an die Montag Stiftungen, die diese Idee aufgegriffen haben. Gemeinsam mit einer wachsenden Community werden nun die Ideen für die EMBASSY weiterentwickelt.

Die EMBASSY ist etwas Anderes und weit mehr als das. Als offener und geschützter Raum für Demokratie, Inklusion und Toleranz entsteht hier ein einzigartiger Arbeitsort - eine Ideenwerkstatt - die den Diskurs zwischen allen gesellschaftlichen Gruppen ermöglicht und belebt. Die konkrete Ausgestaltung liegt bei der künftigen Trägerschaft, die den Betrieb der EMBASSY dauerhaft verantworten wird.

Die Bonner UN-Organisationen und -Standorte stehen ebenso wie die Bonn International School unter besonderem Schutz. Die EMBASSY in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft respektiert diese Anforderungen. Gleichzeitig stellt sie einen hohen Anspruch an die Arbeit für Demokratie, Offenheit, Inklusion und Toleranz. Die großzügige Front zum Rhein und eine neue Erschließungslösung öffnen die EMBASSY für alle, die sich vor Ort einbringen möchten. Ziel ist eine Arbeitsatmosphäre, die Besucherinnen und Besucher willkommen heißt, leicht zugänglich ist und gleichzeitig einen geschützten Ort bietet.  
Die Projektentwicklung durch die Montag Stiftungen folgt den in der Charta – dem Leitbild des Stiftungsgründers - formulierten Werten und orientiert sich am Leitmotiv „Handeln und Gestalten in sozialer Verantwortung“.

Ob durch aktive Mitarbeit oder finanzielle Förderung - die EMBASSY lebt von der Vielfalt der Beteiligten und ihrer Bereitschaft, sich eigenverantwortlich einzubringen. Bei der Planung, Gestaltung und Organisation des künftigen künstlerischen Betriebs, bei der Entwicklung des Trägermodells mit seiner Form, Satzung und Arbeitsweise sowie in Kleinprojekten und der Fördermittelbeschaffung: Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, einen Beitrag zu leisten.

Die Kontextualisierung von Künsten und Demokratie bietet ein Universum an Möglichkeiten. Kunstschaffende können sich mit eigenen künstlerischen Interventionen und Formaten einbringen, das Modell für den künftigen künstlerischen Betrieb mitentwickeln und weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter aus ihren eigenen Netzwerken hinzugewinnen.

Die EMBASSY setzt vor allem auf ehrenamtliches, eigenverantwortliches Engagement und bietet vielfältige Möglichkeiten. Da langfristig die Community den Betrieb der EMBASSY verantwortet, müssen Mittel für Programminhalte und Mietkosten, schätzungsweise 500.000 Euro pro Jahr, beschafft werden. Projektemacherinnen und Projektemacher berücksichtigen daher bereits bei ihren Projektplanungen potenzielle Finanzierungswege. Sie überprüfen potenzielle Geldgeberinnen und Geber und besprechen mögliche Kritikpunkte, z. B. Diskriminierung, Umweltverschmutzung, Ausbeutung, Kriegstreiberei.

Die Montag Stiftungen übernehmen die Kosten von 8-10 Mio. Euro für Erwerb und Sanierung von Gebäude und Gelände und unterstützen Beteiligungsformate für den Community-Aufbau sowie die Startphase des EMBASSY-Betriebs nach Eröffnung. Überschüsse aus dem Betrieb der EMBASSY fließen ausschließlich in gemeinwohlorientierte Projekte.

Viele Menschen in Bonn können sich bis heute gut an die Vergangenheit des Amerikanischen Clubs erinnern, ob an Besuche ranghoher Staatspersonen wie Kennedy, an ihren ersten original amerikanischen Hamburger oder ausgelassenes Feiern. Der Amerikanische Club verkörperte in der damaligen Bundeshauptstadt während des Kalten Krieges Individualismus, Liberalität und Eigenverantwortung. Nicht zuletzt die amerikanische Absicht, in Deutschland im Sinne der „Re-Education“ demokratische Bildung zu fördern, machen den Ort zu einer Wiege von Demokratiearbeit und internationaler Freundschaft. Internationalität prägt seither den Charakter der heutigen UN-Stadt.

Bonn mit seiner bedeutsamen Historie im Kontext des Wiederaufbaus steht für die demokratische Entwicklung der jungen Bundesrepublik Deutschland, für ein vielfältiges zivilgesellschaftliches Engagement, für Kultur und Kunst.  Bonn ist Sitz zahlreicher Stiftungen, Verbände und Vereine, wie z.B. die Welthungerhilfe und die Aktion Mensch e.V.  Ein ideales Umfeld für die EMBASSY.