Digitales Logbuch

Softwareentwicklung mit Schulen

Die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft entwickelt in einem partizipativen Prozess mit Schulen ein Digitales Logbuch. Die Software soll eine Navigationshilfe für Lernende, Lehrende und Eltern sein, um die Arbeit im Lernbüro zu strukturieren, organisieren und dokumentieren. So können Lernprozesse individuell angepasst und Lernerfolge reflektiert werden.

Katja Anokhina
Tel.: +49 (228) 26716-314

Mit dem Digitalen Logbuch, das die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft gemeinsam mit Schulen aus dem Netzwerk entwickelt, wird die Arbeit in offenen Lernarrangements wie z.B. Lernbüros unterstützt. Das Digitale Logbuch ist ein Lernorganisationstool, das eine transparente Zielsetzung, Standortbestimmung und differenzierte Beurteilung der Lernerfolge ermöglicht. Es orientiert sich am schulischen Kompetenzrahmen und fördert Reflektions-Prozesse bei den Lernenden, individualisiertes Feedback und Beratung. Das individualisierte Lernen geschieht differenziert und gibt den Lernenden Raum und Zeit für eigene Entwicklungsschritte. Dabei sind Feedback sowie Selbst- und Fremdreflexionen über Lernvorgänge Voraussetzungen einer effektiven Lernkultur.

Lernarrangement Lernbüro

Zum zeitgemäßen Lernen gehört in unserem Verständnis das Lernen in unterschiedlichen Lernarrangements, wie zum Beispiel Selbstlernformate (z.B. Lernbüro, Lernzeit, Projekt, usw.), also Formate, die der konstruktivistischen Lerntheorie zugeordnet werden können.

Das Digitale Logbuch wird zunächst für Lernbüros entwickelt, die Weiterentwicklung für Projekte ist angedacht. Das individualisierte Lernen geschieht differenziert und gibt den Lernenden Raum und Zeit für eigene Entwicklungsschritte. Dabei sind Feedback sowie Selbst- und Fremdreflexionen über Lernvorgänge Voraussetzungen einer effektiven Lernkultur. In Lernbüros arbeiten die Schülerinnen und Schüler allein oder in Gruppen in ihrem eigenen Tempo mit selbst ausgewähltem Lernmaterial, setzen sich Ziele, und reflektieren anschließend den eigenen Lernprozess. Die Lehrenden werden zu Lernbegleitenden und unterstützenden die Lernenden dabei, den Lernprozess zu steuern.

Digitales Logbuch

Die Logbücher werden eingesetzt, um den individuellen Lernprozess zu organisieren. Das Logbuch hat folgende Funktionen:

Analog werden Logbücher bisher als Arbeitshefte oder Ordner geführt. Die Software soll nicht nur die papierenen Logbücher ersetzen, sie ist von Anfang an digital gedacht.

Projektfakten

Softwareentwicklung als partizipativer Entwicklungsprozess – nicht für Schulen, sondern mit Schulen.

Akteure und Rollen in der Konzeptionsphase: Steuergruppe

Beteiligte

Agiler Entwicklungsprozess

Zeitrahmen

In den Entwicklungsprozess werden neben den Vertreterinnen und Vertretern in der Steuergruppe auch Lernende, Eltern und pädagogische Fachkräfte mit einbezogen. Mit den Schülerinnen und Schülern werden regelmäßig Kinderexperten-Workshops durchgeführt. Mit Eltern und pädagogischen Fachkräften finden Fokusgruppen statt. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet.

Agiler Entwicklungsprozess

In agilen Sprints wird entwickelt – dabei bietet die agile Arbeitsweise Flexibilität und ein situatives Vorgehen. Ob das Projekt sich auf dem richtigen Weg befindet wird im laufenden Entwicklungsprozess immer wieder in der Steuergruppe hinterfragt und auf die Funktionsfähigkeit hin überprüft. Änderungs- und Ergänzungswünsche können so unmittelbar aufgenommen und umgesetzt werden.

Schul- und Unterrichtsentwicklung

Das Digitale Logbuch ist im ersten Schritt für die Schulen gedacht, die bereits in offenen Lernformaten arbeiten. Die Arbeit mit der Software und die Umstellung des Lernbüros auf eine „digitale“ Organisation und Dokumentation der Lernprozesse erfordert enge Abstimmungsprozesse in der Schule, Kooperation im Kollegium und oft Weiterentwicklung des didaktischen Konzeptes – und unterstützt und stößt manchmal auch Schulentwicklungsprozesse an. Auch Schulen, die noch nicht in offenen Lernformaten arbeiten, soll die Software einen niederschwelligen Einstieg ermöglichen und damit die Unterrichtsentwicklung vorantreiben.

onto digital GmbH

Die onto digital GmbH hat ihren Sitz in Bonn. Im partizipativen Prozess entwickelt sie innovative Softwarelösungen und berät Bildungsinstitutionen zu den Themen digitale Kompetenz, digitale Sicherheit und digitales Lernen. Mit ihrem multidisziplinären Team setzt onto digital auf agile Entwicklungs- und Managementmethoden und legt Wert auf kooperatives Arbeiten – mit Auftraggeber/innen, Nutzer/innen, Expert/innen. Im Projekt Digitales Logbuch ist onto digital mit der Konzeption, Umsetzung, Einführung und dem Betrieb der Webapplikation für die beteiligten Schulen von der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft beauftragt.