Urbane Dialoge

Chancengerechte Stadtteilentwicklung ins Gespräch bringen

Fotos: Thomas Puschmann

Mitglieder des Konventbeirats "Immobilien für viele - Gemeinwohl gemeinsam gestalten"

Mitglieder des Konventbeirats "Immobilien für viele - Gemeinwohl gemeinsam gestalten"

Dialoge führen, Brücken bauen und Rahmenbedingungen verändern

Eine gemeinwohlorientierte Stadtteilentwicklung braucht viele Partner. Sie gelingt nur, wenn Zivilgesellschaft, öffentliche Hand und Wirtschaft gemeinsam mit und für die Menschen vor Ort agieren. Die Montag Stiftung Urbane Räume versteht sich als Brückenbauerin zwischen diesen sehr unterschiedlichen Szenen und Akteuren und bringt diese immer wieder miteinander ins Gespräch. Durch ihr zeitgleiches Engagement in Stadtteilprojekten und Fachdiskursen ist sie in beiden Szenen als glaubwürdiger Intermediär anerkannt.

In ihrem Programmbereich Urbane Dialoge stellt die Stiftung ihre Themen, Haltungen und Erfahrungen in Fachdiskursen vor, führt Dialoge, knüpft Netzwerke, organisiert Veranstaltungen, entwickelt Kampagnen und nutzt ihre Rolle als Mitglied in Gremien und Verbänden.

Immobilien für viele - Gemeinwohl gemeinsam gestalten

Ganz oben auf der Dialogagenda steht gegenwärtig die Erörterung der Frage, welche Rahmenbedingungen einer gemeinwohlorientierten Immobilienentwicklung im Wege stehen. Warum wird das Erbbaurecht nicht häufiger für gemeinwohlorientierte Stadtentwicklungsprojekte genutzt? Warum haben engagierte lokale Initiativen es in der Regel schwerer, Grundstücke von Kommunen zu erwerben als Kapital anlegende Investoren? Wie kann erreicht werden, dass die unterschiedlichen Partner produktiv zusammen arbeiten?

Im Februar 2016 hat die Stiftung erstmalig einige Partner zusammengerufen, um über diese Fragen zu beraten und gemeinsam den Konvent „Immobilien für viele - Gemeinwohl gemeinsam gestalten“ vorzubereiten, der am 3. und 4. November 2016 in Leipzig stattgefunden hat. Die Stiftung hat mit ihren Konventpartnern Forderungen zu den Themen Boden, Finanzierung, Förderstrukturen, Recht und Zusammenarbeit erarbeitet, die auf dem Konvent diskutiert wurden und auch in Zukunft weiter diskutiert werden.

Bei den Forderungen stehen zunächst Initiativen im Fokus, die vielerorts Immobilien für viele entwickeln und im Moment „Treiber“ der Szene sind. Solche Immovielien – seien es nun Bürgerbäder oder nachbarschaftliche Wohnprojekte, Dorfläden oder Unterkünfte für Geflüchtete – stärken zum einen den Zusammenhalt in unseren Stadtteilen und entwickeln zum anderen neue Lösungen für soziale und immobilienwirtschaftliche Probleme. Gemeinwohlorientierte Immobilien wie diese benötigen verbesserte Rahmenbedingungen und sollen mit dem Konvent und der anschließenden Überzeugungsarbeit weiter bekannt gemacht und skaliert werden.


AKTUELLES

Urbane Dialoge

Konvent vereinbart nächste Schritte für bessere Rahmenbedingungen von Immovielien  [mehr]

Veröffentlichungen

Studie zum Thema „Gemeinwohl und immobilienwirtschaftliche Investitionen" veröffentlicht [mehr]

KONTAKT

Jörn Luft
Tel. +49 (0) 228 26716 476
j.luft(at)montag-stiftungen.de