KALKschmiede*

Die KALKschmiede* hat sich vom Herbst 2009 bis zum Frühjahr 2013 für eine Verbesserung der Wohnsituation und für eine lebendige Nachbarschaft im Kalker Norden engagiert. Sie wurde von der Montag Stiftung Urbane Räume und der GAG Immobilien im Rahmen eines Stipendiums initiiert und im Projektverlauf von vielen Vereinen, Institutionen, Unternehmen und Privatpersonen unterstützt. Die wesentlichen Erkenntnisse und Methoden aus dem Projekt sind nun in der Dokumentation Neue Partner für die Quartiersentwicklung. Die KALKschmiede* in Köln festgehalten.

Zunächst galt es herauszufinden, was die passgenauen und zielgerichteten Maßnahmen und Investitionen für die Verbesserung der Lebenssituation und der Entwicklungschancen der Menschen im Viertel sind: Gute und bezahlbare Wohnungen, ein öffentlicher Raum, in dem man sich gerne trifft, sich austauschen und spielen kann, und ein lebendiges und gut ausgestattetes Netz aus Bildungs- und Kultureinrichtungen.

Projektstruktur

Grafik Projektuebersicht

Die KALKschmiede* hat ihre Arbeit auf drei Themenfelder konzentriert, in denen sowohl der Handlungsbedarf als auch die zu erwartenden Effekte besonders groß waren: Wohnen & Wohnumfeld, Jugend & Bildung und Nachbarschaft & Zusammenleben. In allen Handlungsfeldern sind mit den Partner aus Kalk Nord Pläne entwickelt und gleichzeitig konkrete Projekte vorangetrieben worden.

Um die einzelnen Projekte aufeinander abzustimmen und einen mittelfristigen Handlungsrahmen (für die Zeit nach der KALKschmiede*) zu schaffen, wurde gemeinsam mit den Bewohnern, Vereinen und Institutionen das Integrierte Handlungsprogramm Kalk Nord 2012+ entwickelt.

Warum Kalk Nord?

Grafik Entwicklungsdynamiken; Quelle: "KALKschmiede*: Analyse, Konzept, erste Projekte"

Der Kölner Stadtteil Kalk war Bestandteil des Programms Soziale Stadt (bis 2005) und wurde unter anderem mit diesen Mitteln vom klassischen Industriestandort zu einem Wohnstandort weiterentwickelt. Insbesondere die ehemaligen Gewerbegebiete – der Kalker Süden und der Kalker Westen – wurden großflächig umgebaut: Neue Verwaltungsgebäude, die Halle Kalk und die Abenteuerhallen Kalk, ein Bürgerpark, eine Shopping Mall und neue Wohnungen sind entstanden.

Kalk Nord ist dabei in Teilen außen vor geblieben. Dadurch sind die Mieten noch niedrig, so dass auch ärmere Menschen sich das Leben dort leisten können. Es gibt aber auch Wohnungen ohne Heizungen, teilweise vernachlässigte öffentliche Räume und leerstehende Ladenlokale. Neben diesen baulich-strukturellen Herausforderungen machten es besonders die schlechten Bildungsabschlüsse und die interkulturellen Spannungen notwendig, das Viertel weiter in seiner Entwicklung zu unterstützen.



AKTUELLES

Dokumentation KALKschmiede* erschienen

Erkenntnisse aus dem Projekt und Interviews zu aktuellen Fragen der Quartiersentwicklung
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200 S., kart., 16,99 €
ISBN 978-3-8376-2664-3
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