Mehr Selbstverantwortung...

 

Spannungsfeld kommunalen Handelns

...eine Chance für dünn besiedelte Räume

Haben Bewohner in peripheren, dünn besiedelten ländlichen Räumen akzeptable Lebensbedingungen und Entwicklungschancen? Können Staat und Kommunen dort langfristig ein Minimum an öffentlicher Infrastruktur bieten wie z.B. Trinkwasserversorgung, Abwasserbeseitigung, Müllabfuhr, Busanschluss, Kindergarten, Schule? Haben die Bewohnerinnen und Bewohner eine reelle Chance, diese Grundinfrastrukturen ihre Dörfer und Gemeinden selbstorganisiert zu gestalten? Oder sollte man die Menschen an schlecht zu versorgenden Standorten dazu bewegen, in die nächstgelegene, besser eingebundene Ortschaft zu ziehen

Um Antworten auf diese Fragen zu finden, veranstalteten die Denkwerkstatt der Montag Stiftungen und die Montag Stiftung Urbane Räume im Herbst 2010 gemeinsam einen Workshop »Selbstverantwortungsräume«. Auf Anregung und unter Moderation von Jürgen Aring wurden mit den Teilnehmern aus staatlichen und kommunalen Verwaltungen, aus Verbänden und Stiftungen Lösungsansätze zu diesen Kernfragen entwickelt.

Die Debatte über die Ausdünnung und die Versorgungslücken im ländlichen Raum braucht unabhängige Diskussionsplattformen. Es muss offen und ohne Vorbehalte diskutiert werden, wie die Zukunft im ländlichen Raum weiter gestaltet werden kann, damit sozial, ökonomisch und ökologisch tragfähige Lösungen entwickelt werden können. Der Workshop ist ein Beitrag zu dieser Diskussion, auf den hoffentlich viele weitere Beiträge von anderen Partnern aus Praxis, Politik und Theorie folgen werden.

Workshop-Teilnehmer

  • Jürgen Aring, Prof. Dr., BFAG Meckenheim / Universität Kassel, FG Stadt- und Regionalplanung
  • Sonja Beeck, Dr., iba stadtumbau, Dessau / Universität Kassel FG Stadtentwicklung und Stadtmanagement
  • Frauke Burgdorff, Vorstand Montag Stiftung Urbane Räume, Bonn
  • Clemens Exner, NH Projektstadt, Kassel
  • Isabell Friess, Vernetzungsstelle Ländlicher Raum, Bonn
  • Hans-Peter Gatzweiler, Dr., Abteilungsleiter BBSR, Bonn
  • Bernhard Heinrichs, Dr., MD a. D., Landesplanung, Görslow (bei Schwerin)
  • Horst Hofmann, Landratsamt Hassberge, Haßfurt
  • Beatrix Novy, Journalistin, Deutschlandradio, Köln
  • Birgit Richtberg, Dr., Bürgermeisterin der Gemeinde Romrod (Vogelsbergkreis)
  • Sabine Süß, Vorstand Schader Stiftung, Darmstadt
  • Sigurd Trommer, Denkwerkstatt der Montag Stiftungen, Bonn
  • Niklas Wever, Wiss. Mitarbeiter, Universität Kassel, FG Stadtentwicklung und Stadtmanagemen

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Download der Dokumentation

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