Drei Stiftungen - eine Haltung, ein Ziel

Unser Leitbild

Foto: Barbara Fromann

Carl Richard Montag, 2008

 
„Ja, es trifft wohl zu. Jeder Mensch ist seines eigenen Glückes
Schmied. Wohl dem, der sich auf dieses Handwerk versteht,
dem Kraft und Freiheit gegeben ist, sein Gewerbe auszuüben
und der die Verpflichtung in sich spürt, dabei auch zum Wohle
seiner Mitmenschen und der Gemeinschaft zu wirken.“

                                                                   Carl Richard Montag

In diesem Geiste wollen die Montag Stiftungen ihren Beitrag leisten, um den gesellschaftlichen Wandel mitzugestalten. Unser Ziel ist eine Alltagswelt, die prinzipiell allen Menschen die gleichen Chancen auf ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben eröffnet. Mit ihren Aktivitäten wollen die Montag Stiftungen deshalb insbesondere die Lebensbedingungen benachteiligter Bevölkerungsgruppen verbessern. Sie verstehen sich dabei als Anwalt von Menschen, die es nicht gewohnt oder die außerstande sind, öffentlich für Ihre Interessen einzutreten oder die schlichtweg überhört werden. Wir setzen uns dafür ein, dass die materiellen und immateriellen Güter der Gesellschaft möglichst vielen Menschen zugute kommen und wollen mit unserem Handeln ganz konkrete und spürbare Verbesserungen im Alltag der Menschen erreichen.

Wir orientieren uns dabei an dem Ideal des eigenverantwortlich handelnden Bürgers in einer solidarischen Gesellschaft. Für uns gehören individuelle Freiheit und Verantwortung für das Gemeinwesen untrennbar zusammen, denn ohne Gemeinsinn droht die Freiheit im Konflikt der vielen Einzelinteressen zu ersticken.

Kinder und Jugendliche wertschätzen: Perspektiven eröffnen

Eine Gegenwartskultur in diesem Sinne werden wir aber nur gewinnen, wenn wir in die Zukunft investieren. Deshalb engagieren wir uns in ganz besonderem Maße für Kinder und Jugendliche. Wir wollen mithelfen, ihnen bestmögliche Bedingungen zu bieten, damit sie ihre Fähigkeiten und Talente entwickeln und zu verantwortungsbewussten Persönlichkeiten heranwachsen können. Dafür brauchen wir zuallererst ein Bildungssystem, das alle Kinder gleichermaßen wertschätzt und jedem Einzelnen eine Perspektive eröffnet.

Nachbarschaften gestalten: Begegnungen ermöglichen 

Ebenso bedeutsam ist der urbane Raum. Wo Menschen leben, arbeiten und wohnen muss diese prinzipielle Wertschätzung zum Ausdruck kommen. Die Gestaltung des Stadtraums hat großen Einfluss darauf, ob Menschen die Begegnung suchen und ihr Potenzial voll ausschöpfen oder sich isoliert und einsam fühlen. Mit vernachlässigten Stadtquartieren und den Sorgen ihrer Bewohner wollen wir uns genauso wenig abfinden, wie mit ungerechten, schlechten Bildungseinrichtungen. Wir setzen uns ein für eine nachhaltige Stadtentwicklung, für lebendige Nachbarschaften und für eine Architektur, die sich konsequent an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort orientiert.

Kunst fördern: Wandlungen vollziehen

Auch die Kunst ist ein wichtiger Motor für gesellschaftliche Veränderungen. Indem sie sich kritisch und schöpferisch mit der Wirklichkeit auseinandersetzt, hat sie potenziell die Kraft, zu einer Verbesserung der Lebensverhältnisse beizutragen. Und sie eröffnet jedem einzelnen Menschen die Chance, seine Persönlichkeit voll zu entfalten. Wir unterstützen deshalb Kunstprojekte, die sich ausdrücklich diesem sozialen und emanzipativen Anspruch verpflichtet fühlen.

Die drei operativen Montag Stiftungen wirken in unterschiedlichen Bereichen, aber sie sind geeint durch die ethische Grundhaltung ihres Stifters und sie verfolgen das gleiche Ziel: sich mit Leidenschaft und Augenmaß für die Entwicklung einer humanen Gesellschaft einzusetzen. Wir nennen das Handeln und Gestalten in sozialer Verantwortung.