Blick zurück nach vorn

"Schräg gegenüber vom Museum Koenig" von Babak Saed (Foto: Carsten Gliese)
"Schräg gegenüber vom Museum Koenig" von Babak Saed (Foto: Carsten Gliese)

Babak Saed

Schräg gegenüber Museum Koenig I Installation, 2008

Für die Dauer der Ausstellung wird ein Löwe über der Adenauerallee, der Bundesstrasse B9 schweben. Der Löwe ist nicht (mehr) lebendig. Mittels eines Baukrans wird das Tier – kopfüber - auf der Höhe der Raiffeisenstrasse – schräg gegenüber vom Museum Koenig – in der Luft schweben. Es könnte ein Löwe aus dem Bestand des Museums Koenig sein. Und auf der Stirnseite der Unterführung in die Raiffeisenstrasse ist zu lesen: RRRRRRRRRRROOOOOOOOOOOOOOOAAARRRR

„Als ich gefragt wurde, ob ich mich an der Ausstellung zum 10jährigen der Montag Stiftung Bildende Kunst beteilige, kam mir die Idee zu dieser Arbeit. Der Stiftungssitz liegt etwas versteckt und die Ortsbeschreibung lautet immer: Villa Prieger, Raiffeisenstraße, schräg gegenüber vom Museum Koenig“, sagt Babak Saed. Stärke, Macht, Kraft, Schönheit, Gefahr – vielerlei Begrifflichkeiten, darüber hinaus symbolische und mythologische Zuordnungen lassen sich mit dem Löwen verbinden.

"Schräg gegenüber Museum Koenig", Babak Saed (Foto: Babak Saed/VG BildKunst, Bonn, 2008)
"Schräg gegenüber Museum Koenig", Babak Saed (Foto: Babak Saed/VG BildKunst, Bonn, 2008)

Babak Saed hat den „König der Tiere“ gefesselt. Festgebunden an einen Stab, hängt er jetzt kopfüber über der belebten Straße. Ist er nur betäubt oder vielleicht doch erlegt? Eine sowohl demonstrative als auch dramatische Geste. Das auf der gesamtem Fensterfront über dem Gebäudedurchgang zur Raiffeisenstraße – sozusagen dem Entree zum Gelände der Montag Stiftungen - visualisierte typische Brüllen des Löwen – ein auf- und abschwellendes Roar – kann in vielerlei Richtungen interpretiert werden. Die Schriftzeichen fügen sich in der Vorstellung zu Klängen, zu Lauten zusammen. Von was künden diese Laute, was drücken sie aus?

Der Titel der Arbeit Schräg gegenüber Museum Koenig verweist auf eine einfache, wenn auch sehr prägnante Positionsbestimmung, die häufig benutzt wird, um den Standort der Stiftung im Stadtraum zu verorten und war Ausgangspunkt für die künstlerischen Überlegungen.

Kurzbiografie des Künstlers

*1965, lebt und arbeitet in Bonn
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Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.babak-saed.de