Public Residence: Die Chance

Kooperationsprojekt Dortmund I 2014 - 2015

Partizipative Kunst am Borsigplatz

Sieben Künstlerinnen und Künstler wohnten und arbeiteten für das Kooperationsprojekt Public Residence: Die Chance ein Jahr lang am Borsigplatz in Dortmund. Von Juni 2014 bis Mai 2015 verwirklichten die Kunstschaffenden gemeinsam mit der Bevölkerung partizipative Kunstprojekte. Voraussetzung und Ziel der künstlerischen Arbeit war die Beteiligung der Menschen vor Ort.

Borsigplatz, Dortmund. Foto: Olek Witt

Das Ziel des Gemeinschaftsprojekts der Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft und des Vereins Machbarschaft Borsig11 war, mit den Mitteln der Kunst gesellschaftliche Teilhabe anzuregen, Kreativität freizusetzen und die Bevölkerung in die Lage zu versetzen, bei der Gestaltung ihrer Umgebung aktiv mitzuwirken. Mit einer Kunstwährung, den "Chancen", die im Quartier verteilt wurden, konnten alle Anwohner die Kunstprojekte fördern und durch aktives Mitmachen neue "Chancen" erhalten. Mit unterschiedlichen Konzepten und Strategien wollten die Künstlerinnen und Künstler vor Ort eine möglichst breite Beteiligung erreichen und nachhaltige Veränderungen bewirken.

Ein Experiment für alle Beteiligten

Konzept und Ziele waren ambitioniert: Ein Jahr, ein benachteiligter Stadtteil, sieben Artists in Residence, eine Kunstwährung als Mittel der Teilhabe. Das Projekt war für alle Beteiligten ein Experiment: Für den Verein, für die Künstlerinnen und Künstler vor Ort, für die Stiftung. Wie kann Partizipation in einem solchen Kontext funktionieren? Mit welchen Strategien können Kunstschaffende die Menschen erreichen? Und wie kann Kunst vor Ort nachhaltige Spuren hinterlassen?

Nicht zu allen Fragen lieferte das Jahr "Public Residence: Die Chance" Antworten. Um die wertvollen und zukunftsweisendenden Erkenntnisse, die alle Projektakteure gewinnen konnten, aufzubereiten, arbeitet die Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft an einer Fachpublikation, in die auch andere Stiftungsprojekte einfließen.

Auch nach Ende der Kooperation zwischen Verein und Stiftung sind viele "Chancen" in der Bevölkerung im Umlauf und noch zwei weitere Jahre gültig. Mit dem noch vorhandenen Projektkapital werden die Kunstaktionen am Borsigplatz fortgegeführt - und ermöglichen weiterhin Einblicke in die Kunst der Teilhabe.

undefinedFotos der Finissage vom 30. Mai 2015 auf Facebook

undefinedAbschlussbericht der Finissage auf unserem Blog

Die Künstlerinnen und Künstler am Borsigplatz

Frank Bölter

Kunstaktion "Auto" von Frank Bölter. Foto: Knut Vahlensieck

Frank Bölter verbindet Teilhabe mit Hingabe. Beteiligung und Eigenverantwortung schafft er mit dem langfristigen Arbeiten an einzelnen Ideen. Dabei konzentriert er sich auf lokale Umgebungen und die Menschen, die davon berührt werden. Das gemeinsame Gestalten der unmittelbaren Umwelt ist immer auch ein persönlicher Gewinn.
www.frankboelter.de

Projekte

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Weitere Projektbeschreibungen

Dorothea Eitel

Kunstaktion "Blind Date" von Dorothea Eitel. Foto: Teresa Grünhage

Dorothea Eitel ist Tänzerin und Choreografin. Sie agiert im gesellschaftlich-diskursiven Raum sowie im tatsächlichen, materiellen Stadtraum, um die gesellschaftlichen Bedingungen und ihr Veränderungspotenzial widerzuspiegeln. Dorotheas Anliegen ist es, Kunst von den Menschen ausgehend und für Menschen zu machen.
www.company-urbanreflects.de

Projekte - Künstlerischer Ansatz

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Weitere Projektbeschreibungen

Künstlerischer Ansatz

Olek Witt

Kunstaktion "Wünsche-Werkstatt" von Olek Witt. Foto: Guido Meincke

Olek Witt ist Performancekünstler. Als Theatermacher nutzt er den öffentlichen Raum als Bühne, auf der sich Realität und Fiktion vermischen. In Public Residence sucht er "Stars" und "Sternchen" vom Borsigplatz, die ihre wahren oder erfundenen Geschichten einbringen und Teil einer Inszenierung werden, die den Borsigplatz von einer unbekannten Seite zeigt.
www.migranten-projekt.de

Projekte - Künstlerischer Ansatz

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Künstlerischer Ansatz

Rolf Dennemann

Kunstaktion "Borsig VIPs" von Rolf Dennemann. Foto: Guido Meincke

Rolf Dennemann ist freier Regisseur, Autor und Schauspieler, wohnt schon lange in der Nähe des Borsigplatzes. Seine Ideen handeln hier, wo er zu Hause ist, nicht vom Theater, sondern vom Erzählen und Zuhören. Er betätigt sich als Aufschreiber und Gesprächspartner. Außerdem werden seine Installationen und Aktionen das Viertel vom "Kleinen ins Große" rücken.
www.rolfdennemann.de

Projekte - Künstlerischer Ansatz

Projekte - Künstlerischer Ansatz

Weitere Projektbeschreibungen

Künstlerischer Ansatz

Angela Ljiljanic

Kunstaktion "Hochbeete" von Angela Ljiljanic. Foto: Angela Ljiljanic

Angela Ljiljanic interessiert sich für soziokulturelle Räume, die zwischen der Möglichkeit des Scheiterns und der Hervorbringung überraschender Handlungsorientierungen lavieren. In solchen Zwischenräumen entstehen durch den kreativen Umgang mit der Wirklichkeit neue Ideen. Angela war bis Ende 2014 Teil von Public Residence. Ihre Projekte werden weitergeführt.
angela-ljiljanic.com

Projekte - Künstlerischer Ansatz

Projekte - Künstlerischer Ansatz

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Susanne Bosch

Kunstaktion "Apfelmus machen" von Susanne Bosch. Foto: Guido Meincke

Susanne Bosch setzt sich in ihren Kunstprojekten oftmals mit dem Demokratiebegriff auseinandert. Dabei spielen das Überleben, Geld und Arbeit, Migration, gesellschaftliche Visionen und Beteiligungsmodelle eine entscheidende Rolle. Susanne war bis September 2014 Teil von Public Residence. Ihre Projekte werden weitergeführt.
www.susannebosch.de

Projekte

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Weitere Projektbeschreibungen

Henrik Mayer

Kunstaktion "Straßenschilder" von Henrik Mayer. Foto: Guido Meincke

Henrik Mayer ist mit seinem Partner Martin Keil als Reinigungsgesellschaft in Städten unterwegs. Wie die Grimms sammeln sie Geschichten, um sie im öffentlichen Raum wieder zu erzählen. Problematiken werden spielerisch in neue Lösungsansätze überführt. Henrik war bis September 2014 Teil von Public Residence. Seine Projekte werden weitergeführt.
www.reinigungsgesellschaft.de

Projekte

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Weitere Projektbeschreibungen

Machbarschaft Borsig11

Der Verein Machbarschaft Borsig11 hatte mit seinem Konzept sozialer Kreativität die Auslobung des Förderpreises "faktor kunst 2013" der Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft für sich entscheiden können.

PUBLIC RESIDENCE: DIE CHANCE

Der Förderpreis "faktor kunst 2013" ging an das partizipative Kunstprojekt Public Residence: Die Chance.

Sämtliche Blogbeiträge zu dem Projekt finden Sie hier.

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MKG VERNETZT

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