Werkstatt Kunstkritik 3

Villa Prieger I Bonn 2010

Teilnehmer der Kunstkritik 3, Kunst- und Ausstellungshalle der BRD (Foto: Susanne Dobler, Neuss)
Teilnehmer der Kunstkritik 3, Bonner Kunstverein (Foto: Susanne Dobler, Neuss)

Sprache als Tarnung? Das Dilemma der Kunstkritik

Steckt die Kunstkritik in einem Dilemma? Kapituliert sie vor der zeitgenössischen Kunst? Wann ist eine Kritik kompetent und aussagestark? Wie sollte man mit Fachtermini umgehen? Ist die Kunstkritik eine aussterbende journalistische Form?

Antworten auf diese und viele andere Fragen suchte die dritte „Werkstatt Kunstkritik“. Das viertägige Seminar war angelegt als Experimentierfeld und Freiraum für den kritischen Austausch. Zum ersten Block gehörten Vorträge, Diskussionen über Wertmaßstäbe und Entscheidungskriterien sowie der gemeinsame Besuch von zwei Kunstausstellungen.

Die Teilnehmenden hatten anschließend drei Wochen Zeit, um ihre Kritiken zu verfassen. Im zweiten Block der Werkstatt wurden die Texte analysiert und diskutiert.

Eingeladen waren Studentinnen und Studenten der Kunstgeschichte oder der Kulturwissenschaften, Kunstkritikerinnen und Kunstkritiker, KunsthistorikerInnen und JournalistInnen.

ReferentInnen

ReferentInnen

Jennifer Allen
studierte Wirtschaft und Literatur und promovierte an der Université de Montréal. Sie veröffentlicht in französischer, englischer und deutscher Sprache. Seit 2001 arbeitet sie als freie Autorin und unterrichtete bereits an zahlreichen europäischen Hochschulen und Institutionen. Ihre Artikel erscheinen in internationalen Zeitschriften wie Artforum, Afterall, Les Temps modernes, De Witte Raaf, Parkett; in Deutschland wurden ihre Texte u. a. in der Süddeutschen Zeitung, der TAZ und Lettre International veröffentlicht. Für die Magazine Frieze (London), MOUSSE (Mailand) und die Website Openspace (Moskau) schreibt sie eine regelmäßige Kolumne.

Gerrit Gohlke
lebt als freier Publizist und Kurator in Berlin. Er war bis zum Oktober 2010 Chefredakteur des artnet Magazins und geschäftsführender Executive Director der artnet AG. In seinen Texten beschäftigt er sich mit den Wirkungsbedingungen von Kunst in der Mediengesellschaft und dem Spannungsfeld zwischen Kunst, Technologie und Wissenschaft. Ein Schwerpunkt gilt dabei künstlerischen Handlungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum. Seit 2005 hatte er verschiedene Lehraufträge, zuletzt an der F + F Schule für Kunst und Mediendesign in Zürich.

Hanno Rauterberg
ist Journalist, Buchautor, Kunst- und Architekturkritiker. Er studierte Kunstgeschichte, promovierte an der Universität Hamburg und absolvierte die Henri-Nannen-Journalistenschule. Anschließend arbeitete er für den Spiegel-Verlag, bis er Redakteur im Feuilleton der Wochenzeitung Die Zeit wurde. Hanno Rauterberg ist Mitglied in der Freien Akademie der Künste Hamburg und veröffentlichte 2007 das Buch „Und das ist Kunst?! Eine Qualitätsprüfung".

Heike Mund
analysierte im zweiten Block der „Werkstatt Kunstkritik 3“ gemeinsam mit Noemi Smolik die erarbeiteten Kritiken. Sie studierte Geschichte, Politikwissenschaften, Publizistik und arbeitet als Kulturjournalistin, Moderatorin und Regisseurin für Radio und Fernsehen. Reportagen über Kulturereignisse, Portraits von Künstlern und Kulturschaffenden, radiophone Featureproduktionen sowie Dokumentationen und Filme zu historischen Themen gehören zu ihren Schwerpunkten. Heike Mund gibt in der Hörbuchedition "panter&Co." Biographien zum Hören heraus. Seit 2003 hat sie einen Lehrauftrag am Institut für Journalistik der TU Dortmund, dort leitet sie die Lehrredaktion Fernsehen.

Leitung: Noemi Smolik
Noemi Smolik ist Kunstkritikerin und Gastprofessorin der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, Schloss Alfter und am Kunsthistorischen Institut der Universität Köln. Sie studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Philosophie in Köln und New York und promovierte über den Maler Vasilij Kandinskij. Noemi Smolik veröffentlicht in der FAZ, artnet, frieze, artforum und in EXIT express. Sie hat das Konzept für diese Veranstaltung entwickelt und wird sie leiten.

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