7 Treppen

Treppenanlagen in Wuppertal Ostersbaum I 2006

Scala - Holsteiner Treppe / Horst Gläsker Foto: Carsten Gliese, Köln)
Baozi für Wuppertal - Pavillon an der Paradestraße / Paul Schwer (Foto: Carsten Gliese, Köln)
Weltanschauungsmodell I - Wülfingtreppe / Ottmar Hörl (Foto: Markus Rodler)
Strafarbeit für Wuppertal - Treppe Husumer Straße / Babak Saed Foto: Carsten Gliese, Köln)

Das Kunstprojekt rückte die Treppen im Wuppertaler Stadtteil Ostersbaum in den Mittelpunkt künstlerischer Auseinandersetzung. Sieben Künstlerinnen und Künstler haben sich im Herbst 2006 mit den architektonischen, topografischen, gesellschaftlichen, historischen, philosophischen und poetischen Aspekten der Wuppertaler Treppenanlagen beschäftigt und speziell für diese Orte neue Projektideen realisiert. Das Projekt ging der Treppe als Ordnungsraster nach (Ottmar Hörl), schaffte visuelle (Maik & Dirk Löbbert) und akustische (Helga Griffiths) Gegenbewegungen, setzte typographische Interventionen (Babak Saed) und sammelte disparate Emotionen (Horst Gläsker), verfremdete Alltägliches (Paul Schwer) oder zoomte es auf Augenhöhe heran (Tatzu Nishi). Kuratorin des Projektes war Ingrid Raschke-Stuwe.

"7 Treppen" war ein Kunstprojekt der Montag Stiftung Bildende Kunst (seit 04/11 Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft) in Kooperation mit der Stadt Wuppertal und der Regionale 2006 sowie mit Unterstützung des Ministeriums für Bauen und Verkehr des Landes NRW.

Ausstellungskonzept - Treppen erzählen Geschichten

Ausstellungskonzept - Treppen erzählen Geschichten

"Treppen verbinden Ebenen und überwinden Höhenunterschiede. Seit Anbeginn der Kulturgeschichte stellen sie eine Herausforderung für Bauherren und Städteplaner dar und inspirieren Künstler."

Im Wuppertaler Stadtteil Ostersbaum befindet sich rund um den Quartiersmittelpunkt, den Platz der Republik, eine einzigartige, konzentrierte Ansammlung unterschiedlicher Treppenanlagen. Diese Treppen verbinden den historischen Stadtteil auf dem Höhenrücken mit der Innenstadt und den Nachbarquartieren in der Talsohle. Als Zuweg zum Arbeitsplatz und zur Bushaltestelle oder als Fußweg zum täglichen Einkauf oder zur Schule sind sie selbstverständlicher Bestandteil des städtischen Alltags. Als Bestandteil der industriellen Architektur der Gründerzeit erzählen sie zudem Geschichten aus dem Leben der Wuppertaler. Über die praktische Alltagstauglichkeit, Unübersichtlichkeit und Beschwerlichkeit der historischen Treppenanlagen wird in Wuppertal jedoch lebhaft diskutiert. Trotzdem verbergen sich hinter den oft angegriffenen Treppen in dem belebten Stadtteil für viele Bewohnern verborgene Geschichten. Im vergangenen Jahrhundert war der Ostersbaumer Berg zum Beispiel Zufluchtsort für Verfolgte. Aber auch Liebespaare gaben sich auf den Stufen ihren ersten Kuss. Als Ostersbaumer Treppen sind sie somit eng mit dem Lebensgefühl der Bewohner verbunden und haben nicht nur Stadtgeschichte geschrieben, sondern erzählen auch private Geschichten.

Das Kunstprojekt - 7 Treppen

Das Kunstprojekt „7 Treppen“, das die Montag Stiftung Bildende Kunst in Kooperation mit der Stadt Wuppertal und der Regionale 2006 und mit Unterstützung des Ministeriums für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen im Herbst 2006 durchgeführt hat, rückte die Ostersbaumer Treppen in den Mittelpunkt künstlerischer Auseinandersetzung. Die Unterschiedlichkeit und Unverwechselbarkeit der verschiedenen Treppen und die Auswahl der Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Installation, Malerei, Projektion, Licht und Klang versprachen eine vielschichtige Auseinandersetzung mit dem besonderen städtebaulichen Element „Treppe“.

Sieben Künstlerinnen und Künstler waren eingeladen, sich innerhalb des temporären Projektes mit den architektonischen, topografischen, gesellschaftlichen, historischen und philosophischen Aspekten der Wuppertaler Treppenanlagen zu beschäftigen und speziell für diese Orte neue Projektideen zu entwerfen und zu realisieren.

VIDEOPODCASTS

Kunstgespräche zur Ausstellung

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PUBLIKATION

Ausstellungskatalog
"7 Treppen"


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