faktor kunst 2011 - Die Auslobung

Deutschland, Österreich, Schweiz

Das abgeschlossene Verfahren:

Was wir wollten

Mit der Vergabe von Auszeichnungen speziell für partizipatorische Kunstprojekte verbindet die Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft soziale Verantwortung und kulturelle Förderung. Es ist ihr Anliegen, mit der Vergabe von Auszeichnungen die öffentliche Aufmerksamkeit auf engagierte Kunstprojekte zu lenken, die in gesellschaftlichen Konfliktfeldern wirksam werden können. Mit ihrer Wertschätzung will sie die Initiatoren stärken und somit einen Beitrag zur Realisierung von Ideen und Konzepten leisten, die den Stiftungszielen in vorbildlicher Weise entsprechen.

Im Rahmen ihrer Projektförderung wird die Stiftung bei einem der ausgezeichneten Kunstprojekte operativ Verantwortung übernehmen und die Umsetzung als Kooperationspartner unterstützen.

Was wir suchten

Gesucht wurden innovative Projektideen und Konzepte. Sie sollen darauf abzielen, durch soziale und kulturelle Teilhabe benachteiligten Bevölkerungsgruppen neue Beteiligungs- und Veränderungschancen zu eröffnen.

Eingeladen waren KünstlerInnen aus den Bereichen Bildende Kunst, Musik, Tanz, Theater oder auch spartenübergreifend arbeitende Akteure. Ihr Anliegen sollte es sein, mit ihren Projekten aktiv in gesellschaftliche Prozesse einzugreifen und Impulse zur Verbesserung des sozialen Miteinanders zu geben. Dabei war gerade auch die Kooperation mit kulturellen und/oder sozialen Vereinen, Institutionen und Organisationen (gemeinnützig oder am Gemeinwohl orientiert) wünschenswert.

Zentral ist hierbei der Gedanke der Partizipation, gemeint ist die Einbindung von Menschen unterschiedlicher Herkunft und gesellschaftlicher Zugehörigkeit in künstlerische Aktivitäten. Konkret: Missstände sichtbar machen, zu ihrer Überwindung beitragen, neue Perspektiven eröffnen, Bürger anregen, kreativ in die Gestaltung ihrer Stadt, ihrer Gemeinde oder ihres Quartiers einzugreifen.

Zum Spektrum der Handlungsfelder gehören Armut, kulturelle Identität, soziale Ausgrenzung und der Dialog der Generationen, um nur einige wenige zu nennen.

Das gewählte Thema sollte einen konkreten Ortsbezug haben und geeignet sein, mit den Mitteln der Kunst, die Lebenswirklichkeit von Menschen positiv zu beeinflussen. Im Idealfall hat das Projekt das Potential beispielhaft zu wirken. Die Vorschläge mussten sich auf Deutschland, Österreich oder die Schweiz beziehen.

Das Auslobungsverfahren

Der Kriterienkatalog

Der Kriterienkatalog

Anforderungen

  • KünstlerInnen und Künstlergruppen aus den Bereichen Bildende Kunst, Musik, Tanz, Theater sowie auch spartenübergreifend arbeitende Akteure

  • soziale und kulturelle Einrichtungen in öffentlicher und freier Trägerschaft wie Kunstvereine, Einrichtungen der Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit in Kooperation mit KünstlerInnen

  • engagierte Initiativen im Umfeld sozialer und kultureller Einrichtungen in Kooperation mit KünstlerInnen

  • Hochschulen sowie außeruniversitäre Einrichtungen in Kooperation mit KünstlerInnen

Der Zulassungs- und Realisierungsbereich
Die Bewerbung musste aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz kommen, und das Projekt soll auch in diesem Raum durchgeführt werden.

Die Voraussetzungen
Die Projektidee muss einen deutlichen Bezug zur Zielsetzung der Stiftung aufweisen.

Der Realisierungszeitraum
Das für die Förderung ausgewählte Projekt soll innerhalb eines Jahres nach Bekanntgabe der Auszeichnung in Kooperation mit der Stiftung durchgeführt werden. Der Projektbeginn wird in Absprache zwischen AntragstellerIn und Stiftung festgelegt.

Auswahlkriterien

Für die eingereichten partizipatorischen Projekte gelten folgende Bewertungskriterien:

  • Innovativer Ansatz
  • Gesellschaftliche Relevanz
  • Umsetzbarkeit 
  • Entwicklungs- und Veränderungspotential
  • Professionalität

Ausschlusskriterien

  • Unterhaltung von Sammlungen oder Durchführung klassischer Ausstellungen
  • Stipendien und Kongresse
  • Druckwerke

Das Auswahlverfahren

Das Auswahlverfahren

Phase 1
Einreichung von Projektideen mit Beschreibung des Vorhabens, der Durchführung, der beteiligten Akteure und Zielgruppen sowie der groben Kostenstruktur.

Phase 2
Sichtung der eingesandten Projektideen durch die Stiftung, Nominierung der 15 besten Ideen, Benachrichtigung der ausgewählten AntragstellerInnen.

Phase 3
Die ausgewählten Ideen sollen zu vollständigen Projekten ausgearbeitet werden, und die AntragstellerInnen präsentieren ihre Projekte persönlich vor dem Auswahlgremium in Bonn (Stiftungsgremium und 5 beratende Fachexperten).

Phase 4
Entscheidung über die Vergabe der Auszeichnungen und der Projektförderung durch das Auswahlgremium sowie Benachrichtigung der Ausgewählten. Die Auszeichnungen werden im Rahmen einer Veranstaltung vergeben.

Die Jury

Die Jury

Über die Vergabe der Auszeichnungen und der Projektförderung entscheidet ein Auswahlgremium aus Stiftungsmitgliedern unter Beratung von externen ExpertInnen aus Kunst, Kultur und dem sozialen Bereich. Die Gremiensitzung ist nicht öffentlich.

Das Auswahlgremium behält sich vor, Anerkennungsauszeichnungen zu vergeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Entscheidung wird auf der Internetseite der Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft veröffentlicht.

Besetzung des Stiftungsgremiums

Carl Richard Montag
Stifter der Montag Stiftungen

Ingrid Raschke-Stuwe
Vorstand der Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft

Helmut Krayer
Vorstand der Carl Richard Montag Förderstiftung

Dr. Theo Eckmann
Berater der Carl Richard Montag Förderstiftung

Prof. Eva-Maria Joeressen
Kuratoriumsmitglied der Carl Richard Montag Förderstiftung

Besetzung des Beratergremiums

Stefan Hilterhaus
Künstlerischer Leiter: PACT Zollverein Essen

Felix Reimann

Musiker, Dirigent, Künstlerischer Leiter: Amadeus Kammerorchester Dortmund

Peter Struzina
Diplom-Sozialpädagoge im Bereich offene Jugend im soziokulturellen Zentrum Alte Feuerwache, Köln

Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker
Universität Hamburg - Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft

Kathrin Tiedemann

Künstlerische Leiterin: Forum Freies Theater e.V. Düsseldorf

Die Dotierung und Vergabe

Die Dotierung und Vergabe

Es werden 5 Auszeichnungen in Höhe von jeweils 10.000 € vergeben, eines der ausgewählten Konzepte erhält zudem eine Projektförderung. Die Vergabe der Auszeichnungen findet im Rahmen einer Veranstaltung statt. Das Förderprojekt wird in Kooperation mit der Stiftung durchgeführt, und die Ergebnisse werden dokumentiert.

Die Montag Stftung Kunst und Gesellschaft bietet:

  • Ideen- und Projektauslobung, bei der Bewerber ausgezeichnet werden, die der formulierten Zieldefinition und der speziellen Themenstellung der Stiftung am besten entsprechen.

  • Organisation eines professionellen Auswahlverfahrens mit anschließender Vergabe von Auszeichnungen sowie einer Projektförderung.

  • Aufwandsentschädigung und Reisekosten für die Präsentation der Nominierten vor dem Auswahlgremium.

  • Das ausgewählte Förderprojekt wird von der Stiftung finanziert und inhaltlich begleitet.

  • Die Stiftung unterstützt in Kooperation mit der/dem AntragstellerIn die weitere Qualifizierung des ausgewählten Förderprojekts, die Projektkoordination, die Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation, das Kostencontrolling und die Dokumentation.

Der Zeitplan

Der Zeitplan
01.09.2011Einsendeschluss

05.10.2011
06.10.2011

Sitzung des Vorauswahlgremiums in Bonn
07.10.2011Benachrichtigung der 15 Nominierten und Einladung zur Präsentation
10.10.2011Bekanntgabe der 15 Nominierten auf Homepage, facebook, twitter und Blog

11.11.2011
12.11.2011

Präsentation der 15 Nominierten vor dem Hauptauswahlgremium in Bonn
Entscheidung über die 5 Auszeichnungen und die Projektförderung
Benachrichtigung der Ausgezeichneten

26.11.2011Verleihung der 5 Auszeichnungen und der Projektförderung

 

 

Die rechtlichen Fragen

Die rechtlichen Fragen

Datenschutzbestimmungen
Die Stiftung weist darauf hin, dass die Teilnehmerdaten der Auslobung gespeichert und für Zwecke dieser Auslobung nach den einschlägigen Datenschutzgesetzen der betroffenen Staaten (Deutschland, Österreich, Schweiz) verwendet werden. Die Beteiligten gehen davon aus, dass es sich bei den zu speichernden Daten nicht um sensible Daten im Sinne der Datenschutzgesetze handelt, also keine Angaben über die rassistische und ethnische Herkunft, politische Meinungen, religiöse oder philosophische Überzeugungen, Gewerkschaftszugehörigkeit, Gesundheit oder Sexualleben enthalten.

Die Organisatoren und die Auswahlgremiumsmitglieder der Auslobung verpflichten sich zur Wahrung der notwendigen Vertraulichkeit im Umgang mit den eingereichten Teilnahmeunterlagen und enthaltenen Informationen gegenüber unbeteiligten Dritten, soweit die Daten nicht ohnehin öffentlich bekannt sind.  

Eigentum und Urheberrecht
Die TeilnehmerInnen müssen über alle Urheberrechte und Nutzungsrechte an den eingereichten Unterlagen und ggf. dem Bildmaterial verfügen, einschließlich des Rechts, die Nutzungsrechte an die Stiftung zum Zwecke der Veröffentlichung ihrer Beiträge zu übertragen.

Bei postalischen Zusendungen werden die mit der Bewerbung eingereichten Unterlagen nach Abschluss der Auslobung nicht zurückgesandt. Alle Anlagen zur Bewerbung sollten deshalb zunächst für die Vorauswahl in Form von Vervielfältigungen (Kopien, Abzüge o.ä.) beigefügt werden.

Nutzungsrechte
Mit der Teilnahme an der Auslobung erklären sich die TeilnehmerInnen damit einverstanden, dass sie mit ihrem Namen genannt und mit ihren Beiträgen in stiftungseigenen und weiteren Medien veröffentlicht werden. Die Stiftung hat das Recht, die Beiträge ganz oder in Teilen zu veröffentlichen. Die GewinnerInnen räumen der Stiftung das nicht ausschließliche, aber übertragbare und unterlizenzierbare, räumlich unbeschränkte Recht ein, die Beiträge zu vervielfältigen und im Rahmen oder im Zusammenhang mit der Nennung der Auslobung zeitlich und medial unbegrenzt zu verwerten, insbesondere zu verbreiten und/oder öffentlich zugänglich zu machen und ggfs. zu bearbeiten. Ferner erklären sich die TeilnehmerInnen für den Fall, dass sie einen Preis erhalten, damit einverstanden, dass sie fotografiert oder gefilmt werden und dass diese Fotos oder Filmbeiträge mit oder ohne Namensnennung von der Stiftung im selben Umfang wie die in Satz drei dieses Absatzes genannten Nutzungsrechte verwertet werden können. Die TeilnehmerInnen erklären, dass sie über alle Rechte an den eingereichten Beiträgen verfügen, dass diese frei von Rechten Dritter sind sowie - bei der Darstellung von Personen - diese in eine Nutzung im Umfang dieser Teilnahmebedingungen eingewilligt haben.

Die Organisatoren behalten sich ferner das Recht vor, ohne vorherige Ankündigung Änderungen oder Ergänzungen der bereitgestellten Informationen vorzunehmen, sofern dies für die betroffene Teilnehmerin bzw. den betroffenen Teilnehmer zumutbar erscheint.

GESELLSCHAFT - KUNST - GEFÄNGNIS PLUS

Der Förderpreis "faktor kunst 2011" ging an das Berliner Theater- und Filmprojekt Gesellschaft - Kunst - Gefängnis plus.

Insgesamt wurden sechs Projekte ausgezeichnet.

Sämtliche Blogbeiträge zu den ausgezeichneten Projekten finden Sie hier.

MKG VERNETZT

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