Bildungslandschaften
Eine Dialogreihe in der Villa Prieger
Überblick
In insgesamt vier Veranstaltungen haben jeweils zwei oder drei exponierte Vertreter aus den pädagogischen und räumlichen Fachdisziplinen ein gemeinsames Gespräch geführt über Themen, die sich an den Schnittstellen von Bildung, Architektur und Stadt befinden.
Die moderierten Gespräche befassten sich mit den Denkprozessen, Modellen, Bedeutungen und dem Sinn, der hinter den das Handeln der beiden Disziplinen leitenden Annahmen steht. Darüber hinaus wurde an jedem der Veranstaltungsabende ein konkretes Projekt aus der Praxis dahin gehend befragt, wie dort pädagogisches und räumliches Gestalten aufeinander treffen und welche neuen Einsichten für eine gemeinsame Praxis gewonnen werden können.
Die Reihe wurde konzipiert und begleitet von Frauke Burgdorff (Montag Stiftung Urbane Räume), PD Dr. Thomas Coelen (Universität Siegen) und Dr. Karl-Heinz Imhäuser (Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft). Sie fand zwischen November 2008 und Mai 2009 in der Villa Prieger, dem Sitz der Montag Stiftungen, statt.
Paradigmen
18. November 2008
zur Veranstaltung
Phänomene
20. Januar 2009
zur Veranstaltung
Leitbilder
24. März 2009
zur Veranstaltung
Politische Praxis
19. Mai 2009
zur Veranstaltung
Ein Leitbegriff für die Praxis
Gegenwärtig hat ein Begriff Konjunktur, der pädagogisches Handeln und räumliche Praxis unmittelbar miteinander in Verbindung setzt: Die Rede ist von so genannten „Bildungslandschaften“, in denen verschiedene Orte und Einrichtungen für Bildung und Erziehung untereinander vernetzt und auf vielfältige Weise mit ihren urbanen Kontexten verknüpft werden. So stehen z. B. enge Kooperationen zwischen schulischen Einrichtungen und Akteuren der Stadtentwicklung im Vordergrund.
„Bildungslandschaft“ wird vor diesem Hintergrund zunehmend als ein Leitbegriff für die Praxis kommunalen Handelns verstanden – und zwar auf der Ebene der konkreten Neuordnung und Neugestaltung von Bildungseinrichtungen wie auch im Kontext städtebaulicher Planungen und stadtentwicklungspolitischer Konzepte.
Intensiver Dialog
Dies findet jedoch bisher wenig Widerhall in den Fachdisziplinen – insbesondere im Diskurs der Disziplinen untereinander. Pädagogik und Planung verständigen sich noch zu wenig
- über die Theorien und Paradigmen, auf deren Basis die beiden Disziplinen handeln,
- über die sozialen und räumlichen Phänomene, deren Deutung und wie sie zu "Herausforderungen“ der jeweiligen Disziplinen werden,
- über die Leitbilder, an denen sie ihr Handeln orientieren und
- über die politische Praxis, die ihre Wirkungsmöglichkeiten maßgeblich bestimmt.
Mit der Veranstaltungsreihe Bildungslandschaften möchten die Montag Stiftungen gemeinsam mit dem Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie der Universität Siegen diesen notwendigen Dialog der Disziplinen intensivieren.




