Bauen für Bildung

Pädagogische Architektur im Dialog

Evangangelische Gesamtschule Bismarck- Gelsenkirchen, Foto: plus+ bauplanung GmbH
Diskutanten der 1. Veranstaltung, Evangangelische Gesamtschule Bismarck- Gelsenkirchen

Eine Workshopreihe

Im Dialog zur guten Schule

Die Lernumgebung muss von Lernenden und Lehrenden so eingesetzt und gefüllt werden können, dass multiperspektivische (viele Sichtweisen), multimodale (viele Zugänge zum Lernen) und multiproduktive (viele unterschiedliche Ergebnisse) Handlungen möglich sind. Lernbezogene Kriterien für gute Schularchitektur, die national und international erarbeitet wurden, verdeutlichen, wie komplex die gestellten Anforderungen sind. Bei den anstehenden großen Investitionen für Bildungseinrichtung in vielen Städten und Gemeinden des Landes NRW im Rahmen des Konjunkturpakets II ist ein solcher Beitrag zur Schaffung nachhaltiger Nutzungs- und Gestaltqualität und hoher Wirtschaftlichkeit zwingend erforderlich.

Gute Schulen, die diesen Anforderungen entsprechen, können aber nur auf Grundlage eines engen Dialogs zwischen Auftraggeber (Kommune), Nutzer (Pädagogen und Schüler), Architekten, Stadtplaner und Projektsteuerer sowie unter enger Einbeziehung der Politik entwickelt und gebaut bzw. umgestaltet werden. Denn nur gemeinsam kann in Erfahrung gebracht werden, welche Lösungen jenseits allgemeiner Standards für einen spezifischen Schulstandort angemessen sind.

Neue Verfahrenswege

Wenn man einen Bezug zwischen pädagogischen Anforderungen und der architektonischen Gestaltung gewährleisten möchte, so dass die gegenwärtige Schülerschaft und spätere Generationen von Schülerinnen und Schülern eine lernpsychologisch und didaktisch angemessene und effektive Lernumgebung nutzen können, sind neue Kompetenzen, Verfahrenswege, Prozessqualitäten und Verantwortlichkeiten erforderlich.

Die Veranstaltungsreihe soll

  • Bildungseinrichtungen ermuntern, in einen Dialog mit den Verantwortlichen in den Verwaltungen und mit Architekten und anderen Fachleuten über die Gestaltung von Bildungsräumen einzutreten,
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beauftragenden und planenden Verwaltungsabteilungen dazu befähigen, neue Verfahrenswege in der Realisierung pädagogischer Architektur zu beschreiten und
  • freie und in Kommunen arbeitende Architekten, Stadtplaner, Projektsteuerer und Schulentwickler dabei unterstützen, diese Kooperation kompetent und dialogfähig mit zu gestalten.

Zur Veranstaltung

Insgesamt wurden im Laufe des Schuljahres 2009/2010 fünf inhaltlich gleiche Veranstaltungen in den verschiedenen Regierungsbezirken Nordrhein-Westfalens durchgeführt. Ausgewiesene Experten in allen genannten Bereichen gaben fachliche Inputs. In Arbeitsgruppen wurden die Inhalte vertieft und Methoden des Dialogs für die Praxis angeboten. In einer abschließenden Arbeitsphase sollten gemeinsam mit den Experten Konsequenzen für die zu gestaltenden Herausforderungen entwickelt werden.

Die Veranstaltung fand jeweils in besonders beispielhaften Schulgebäuden in Nordrhein-Westfalen statt.

  • 19. September 2009
    Evangelische Gesamtschule Gelsenkirchen-Bismarck, Gelsenkirchen
  • 28. November 2009
    Science College Overbach, Jülich-Barmen
  • 23. Januar 2010
    Städtische Gemeinschaftsgrundschule Landsberger Straße, Herford
  • 6. März 2010
    Die Veranstaltung in Arnsberg musste aus organisatorischen Gründen ausfallen.
  • 19. Juni 2010
    Gemeinschaftsgrundschule Rolandschule, Düsseldorf Golzheim

Die Veranstaltungsreihe wurde von der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft und der Montag Stiftung Urbane Räume gemeinsam mit der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, der Stiftung Partner für Schule NRW und dem Ministerium für Schule und Weiterbildung veranstaltet.