Lernräume weiter bauen
Bessere Schulbauten für besseren Unterricht
Schule wandelt sich. Moderne Pädagogik setzt auf individuelle Förderung, auf flexible Unterrichtsformen und will den Anforderungen durch Inklusion und Ganztagsschule gerecht werden. Doch dafür braucht es spezifische räumliche Konzepte für unsere Schulen, multifunktionale, flexible Unterrichtsräume, die solche neuen Lernformen ermöglichen. Darin waren sich die rund 200 Architektinnen und Architekten, Pädagogen, Verwaltungsfachleute und Schulpolitiker auf dem Fachkongress „Schulumbau“ in Düsseldorf einig. Sie diskutierten am 21. März darüber, wie Schulgebäude und Lernräume gestaltet werden müssen, um den vielfältigen Anforderungen an die Ausbildung, Förderung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen gerecht werden zu können.
Den Bericht vom Fachkongress am 21. März 2012 in Düsseldorf finden Sie hier.
"Der Raum ist der 3. Pädagoge - von der Schule zum Haus des Lernens"
Frauke Burgdorff im Gespräch mit MDR-Figaro
Frauke Burgdorff im Gespräch mit MDR-Figaro
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Das Interview wurde ausgestrahlt am 12.04.2012 in der Sendung Figaros Bildungsjournal. Moderator: Stefan Maelck.
Schulumbau - Strategien zur Anpassung von Bestandsgebäuden
Die Kommunen in Deutschland stehen vor der großen Aufgabe, ihre Schulen umfassend umzugestalten. Pädagogische Reformen verlangen neue räumliche Konzepte, ökologische Einsichten zwingen auch im Bereich des Schulbaus zu nachhaltigem Bauen. Das bedeutet, nahezu jede Schule, die zwischen den 20er und 90er Jahren des 20. Jahrhunderts gebaut wurde, muss in den kommenden Jahren in der einen oder anderen Form verändert werden. Die Montag Stiftung Urbane Räume und die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft haben dies zum Anlass genommen, die Debatte und das Wissen drüber in einem Werkstattbericht systematisieren zu lassen. Das bueroschneidermeyer hat zahlreiche zeitgenössische Umbauprojekte analysiert und einige Prinzipien entwickelt, nach denen auch zukünftig Schulumbauten gestaltet werden können.
Wegen der hohen Nachfrage war der Werkstattbericht bereits nach wenigen Wochen vergriffen. Er wurde neu aufgelegt und ist nun in der zweiten Auflage wieder verfügbar.
Publikation herunterladen (PDF, ca. 5MB)
Akustische Sanierung in den Räumen der Montessori-Oberschule Potsdam
Austausch und Dialog gehören ebenso zum Lerngeschehen wie stilles und konzentriertes Arbeiten. Zeitgemäßer Unterricht legt Wert auf gemeinschaftliches Lernen und lässt bewusst mehrere sprechende Personen und unterschiedliche Aktivitäten im Raum zu. Dadurch entsteht ganz unweigerlich ein höherer Geräuschpegel, als im klassischen Frontalunterricht. Doch obgleich klar belegt ist, wie wichtig gute akustische Bedingungen für das Lehren und Lernen sind, werden die Anforderungen an eine optimale Akustik – vor allem in Schulumbauten – noch immer vernachlässigt.
Die Dokumentation schildert ein konkretes Beispiel einer akustischen Sanierung in einem Bestandsgebäude. Mit relativ geringen Mitteln konnte hier ein doppelter Effekt erreicht werden: die Verbesserung von Gestaltung und Akustik und damit die Verbesserung der gesamten Aufenthaltsqualität in Räumen.
Schulkunst
Die Künstlerin Ute Reeh verändert mit den Strategien der Kunst und im Dialog mit der Schulgemeinschaft vor Ort Räume und Denkweisen. Konkret werden mit Schulkunst insgesamt drei Düsseldorfer Schulen um- und weiter gestaltet. Zwei intensive Jahre liegen bereits hinter dem Projekt, eine Terrasse wurde gebaut, erste Bausteine für den Umbau eines Berufskollegs entwickelt und vor allem haben die Diskussionen, Workshops und beschrittenen Wege auch in den Köpfen und Konzepten der Lehrer und Schüler etwas verändert.
Die Montag Stiftung Urbane Räume hat das Projekt bis einschließlich 2011 gefördert. Nun haben bereits weitere Kommunen aus Deutschland Interesse geäußert, die Erfahrungen des Projektes für eigene Vorhaben zu nutzen, ein Fachtag, der die Erkenntnisse aus dem Projekt transportieren wird, ist in Planung.
Aktuelles aus dem Projekt finden Sie weiterhin hier:
Schulkunst
Hans-Böckler-Schule Bochum -
Workshop "Gemeinschaft Gestalten"
Die Hans-Böckler-Schule im Bochumer Stadtteil Wiemelshausen soll in Kürze grundlegend umgebaut werden. Kollegium, Schüler- und Elternschaft haben in mehreren Workshops gemeinsame Ziele und Leitlinien erarbeitet, wie sie ihre Schule künftig organisieren und gestalten möchten. In Gesprächen mit der Stadt Bochum sind die Entwürfe für den Umbau der Realschule so weit als möglich an die dort formulierten Anforderungen angepasst worden.
In einem nächsten Schritt will die Schulgemeinschaft Ideen für die konkrete Ausgestaltung wichtiger Räume entwickeln: Wie sollen das Foyer und die neue Mensa gestaltet werden? Wie kann der Zusammenhalt der neuen ‚Cluster’, in denen jeweils mehrere Klassen zusammengefasst sein werden, mit Mitteln der Gestaltung unterstützt und gestärkt werden?
Auf Initiative der Montag Stiftung Urbane Räume fand dazu ein Workshop statt, der von JAS – Jugend Architektur Stadt e.V. organisiert und durchgeführt wurde. Die Dokumentation dazu finden Sie hier.
Flyer (pdf, 146 KB)
Dokumentation (PDF, 2,5 MB)
Hans-Böckler-Schule Bochum
Jugend Architektur Stadt





