Über uns

Jeder Mensch hat ein Recht darauf, sich nach seinen Neigungen, Potentialen und Fähigkeiten zu entwickeln. Identitätsmerkmale, wie etwa Geschlecht, Alter, Hautfarbe oder kulturelle Herkunft sowie körperliche und geistige Bedingungen, sind prinzipiell wertzuschätzen.

Getragen von dieser Grundhaltung engagiert sich die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft für die Gestaltung eines Gemeinwesens, in dem alle Menschen gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und teilhaben können. Im Zentrum der Stiftungsarbeit steht dabei das Bestreben, allen Kindern und Jugendlichen bestmögliche Entwicklungschancen zu eröffnen. Deshalb will die Stiftung mit ihren Aktivitäten insbesondere auch dazu beitragen, unser Bildungssystem inklusiver und gerechter, empathischer und leistungsfähiger zu gestalten. Das Engagement der Stiftung zielt generell darauf ab, die Lebenssituation von Menschen in schwierigen gesellschaftlichen Verhältnissen zu verbessern, und mitzuhelfen, die Ursachen solcher Problemlagen zu beseitigen. Wir wollen mithelfen, das Generationenverhältnis positiv zu gestalten und einen Beitrag zur Völkerverständigung leisten. Zu den allgemeinen Stiftungszwecken gehören auch die Integration der Jugendhilfe in die sich entwickelnden Konzepte zur Ganztagsbildung sowie die Förderung von Wissenschaft und Forschung.

Inklusion, Ästhetische Bildung und Lernräume
– drei Handlungsbereiche der Stiftung

Dabei konzentriert sich die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft in ihren derzeitigen Projekten und Initiativen auf die drei Handlungsbereiche Inklusion, Ästhetische Bildung und Lernräume. Sie initiiert und begleitet inklusive Schulentwicklungsprozesse. Sie fördert im Bereich der Pädagogik die Verbreitung eines eigenen Ansatzes zur Ästhetischen Bildung. Sie engagiert sich praktisch und theoretisch für den Bau und die Gestaltung zeitgemäßer Bildungseinrichtungen. Für den letztgenannten Handlungsbereich hat die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft den Begriff Pädagogische Architektur maßgeblich mitgeprägt. Darüber hinaus initiiert sie Projekte in Kommunen und Nachbarschaften mit dem Ziel, die alltäglichen Lebensverhältnisse der Menschen konkret zu verbessern und deutlich zu machen, welche Potenziale eine Gesellschaft besitzt, die auf Vielfalt setzt. Zu ihrem Selbstverständnis gehört es, gesellschaftspolitische Debatten anzuregen und mitzugestalten. In den genannten Handlungsbereichen engagiert sich die Stiftung auch in Forschung und Entwicklung und gestaltet Pilotprojekte, um das eigene Handeln theoretisch zu reflektieren sowie neue Ansätze und Ideen zu erproben. In der eigenen Veröffentlichungsreihe „Beiträge zur Sozialästhetik“ werden theoretische Beiträge zu den Praxisthemen der Stiftung erarbeitet.

„Jeder Mensch ist begabt!“

Die Philosophie der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft ist Ausdruck der einfachen aber elementaren Haltung, dass jeder Mensch auf einzigartige Weise begabt ist. Jeder Mensch hat unabhängig seiner individuellen Herkunft und Bedingungen Eigenschaften, Talente, Potentiale und Fähigkeiten, die für eine Gemeinschaft von Bedeutung sind. Je mehr eine Gemeinschaft die Vielfalt der Begabungen von Menschen erkennt, wertschätzt und nutzt, desto lebenswerter ist sie für alle. Diese Grundhaltung der Inklusion findet sich in allen Stiftungsaktivitäten wieder. Sie ist eine wesentliche Basis für das Konzept der Sozialästhetik, mit dem die Stiftung ihr Handeln theoretisch beschreibt und reflektiert.

Sozialästhetik und Inklusion bilden den Bezugsrahmen für das Denken und Handeln der Stiftung, die mit ihren Aktivitäten dazu beitragen will, eine offene, demokratische, ermutigende und bestätigende Gesellschaft zu gestalten, in der jeder Einzelne zum Mitmachen und Miterleben eingeladen ist.

Die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft wurde 1998 gegründet. Vorstand der Stiftung ist Dr. Karl-Heinz Imhäuser. Der Stiftungssitz ist Bonn.