Bildende Kunst | einszueins-Seminare
Ich zeichne mir die Welt...
Zeichnung als Konstruktion von Welt für die pädagogische Praxis
Dozentin Judith Ganz
Neben der gesprochenen und geschriebenen Sprache existieren eine Reihe sogenannter nonverbaler Sprachen zur Darstellung und Mitteilung von Welt bzw. zu ihrer Konstruktion.
Die Zeichnung stellt, im Vergleich mit anderen bildenden Künsten wie Malerei, Plastik oder Film, die älteste und unmittelbarste Form bildnerischen Ausdrucks des Menschen dar. Mit ihr kann man direkt und phantasievoll die eigenen Vorstellungen von Welt, die eigene Sichtweise der Dinge dokumentieren oder sie verschlüsselt und geheimnisvoll anderen mitteilen, ohne sie sprachlich fixieren zu müssen, um so zu einer eigenen Umsetzung von Bildsprache zu gelangen.
Im Seminar werden unterschiedliche Methoden erarbeitet, die bei der Entwicklung von individuellen Zeichentechniken helfen, Welt zeichnerisch konstruieren zu können. Durch Wahrnehmungsschulung, Entwicklung der Phantasie und des künstlerischen Ausdrucks werden spielerisch und experimentell Kompetenzen entwickelt, die in die spätere pädagogische Praxis eingehen werden.
In einem Zeichenbuch wird gemeinsam mit verschiedenen Elementen und Techniken gearbeitet und experimentiert: Linie und Plastizität, Tontrennung, intuitives Zeichnen, auf den Kopf gestelltes Kopieren, Schraffuren und Muster, Frottagen und Zeichencollagen. Alles ist erlaubt, was die notwendigen Spuren auf dem Papier hinterlässt, die man will: Bleistift, Grafit, Kohle, Tinte, Marker, Kuli …
Das Zeichenbuch wird während der 6 Veranstaltungstermine und unterwegs gefüllt und dokumentiert so die Entwicklung jedes/jeder einzelnen Teilnehmenden.

