"NachtderKünste"

Über 100 begeisterte Studierende, Dozenten und Interessierte bei der ersten „NachtderKünste“ am 16. Juli in der Stiftungsdependance in Köln

Für alle Studierende der Pädagogik und des Lehramtes der Humanwissenschaftlichen Fakultät zu Köln sowie für Künstler und Multiplikatoren bietet die Seminarreihe 1zu1 der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft ein umfangreiches  Aus- und Weiterbildungsangebot im Bereich ästhetischer Bildung.

Konzept der ersten „NachtderKünste“ war, das gemeinsame  Arbeiten während des Seminarbetriebs in ein gemeinschaftliches Fest zu überführen, auf dem Studierende und Dozenten „auf Augenhöhe“ Ausschnitte aus ihrer Seminararbeit zeigen und gleichzeitig die Anwesenden in Akteure verwandeln.

Das Motto 'zusammen arbeiten, gemeinsam feiern' verfolgte so die Idee einer  gemeinschaftlichen Gestaltung von ästhetischen Prozessen und Produkten, an der die Anwesenden, seien es Studierende, Dozenten, Familie oder Interessierte, aktiv beteiligt werden sollten.

Die in farbiges Licht getauchten Seminarräume boten einen mit minimalen Mitteln veränderten festlichen Rahmen, ein Programm zu gestalten, durch das der für die Programmplanung verantwortliche Dozent Armin Kaster und die Seminarleitung Ruth Gilberger führten und das sich aus freiwilligen Beiträgen von Dozenten und Studierenden bunt, fröhlich und inspirierend zusammensetzte, ohne dass es im Vorfeld schon in Einzelheiten preisgeben wurde.

Im Eingangsbereich befand sich überraschenderweise ein „talking stone“,  eine mit Studenten erstellte Skulptur von Ruth Gilberger, aus der klang- und sprachliche Beiträge aus dem Seminar der Dozentin Ulrike Meier ertönten. Die Wände gliederten sich neu durch großformatige Kollagen aus den Skizzenbüchern des Seminars der Dozentin Judith Ganz und zeigten eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Welt zu sehen und zu gestalten.

Fulminanter Auftakt des Abendprogramms war ein selbstverfasster Song von Studierenden des Dozenten Thorsten Neubert, um überzuleiten zu einem hochgradig professionellen studentischen Improvisationstheater mit der Erfahrung aus dem Seminar von Peter Frohleiks, das Begeisterungsstürme und Lachkaskaden hervorrief. Den Abschluss des ersten Programmteils bildete die Gesangs- und Klangdarbietung der Dozentin Constanze Albrecht, die die Anwesenden dazu inspirierte, die gehörten Klänge in farbige Zeichnungen zu übersetzen. Attraktion nicht nur der Pause war das barocke Farbbuffet von Monika Söller, das Genuss für alle Sinne bot und zum Verzehr fast zu schade war, aber gemeinsam feiern erzeugte auch Appetit. Rückzugsmöglichkeit für Kommunikation gab es in die zum „Loungebereich“ umgewandelte Werkstatt, in der  Bilder auf selbstgebauter Leinwand aus dem Seminar des Dozenten Georg Gartz und geheimnisvolle Masken des Dozenten Armin Kaster Lust machten, sich mit den Seminarinhalten näher zu beschäftigen.

Im zweiten Teil des Abends gab es nach einer hinreißenden Tangodarbietung der Dozentin Christine Frisch und ihres Tanzpartners Daniel kein Halten mehr: der ganze Saal probierte zusammen die ersten Schritte und  gab sich den argentinischen Klängen hin, um anschließend im „drumcircle“ des Dozenten Dieter Markowsky alle beats und offbeats zu teilen, die wiederum im Anschluss dazu anstifteten, bis in die Morgenstunden zu tanzen und eine „NachtderKünste“ zu feiern, an deren Gelingen Alle gleichermaßen aktiv, lustvoll und begeistert beteiligt waren  und die bestimmt nicht die letzte sein wird.

 

(Fotos: E. Weible)