Kommunaler Index für Inklusion

Vielfalt erkennen, wertschätzen und nutzen

Vernetzungsveranstaltung 'Kommunaler Index für Inlusion' - 20. Mai 2011, Köln. Foto: Eberhard Weible, Köln.
Vernetzungsveranstaltung 'Kommunaler Index für Inlusion' - 20. Mai 2011, Köln.

Erste Vernetzungsveranstaltung der Pilotkommunen

20. Mai 2011 | Köln

Voneinander lernen, miteinander vernetzen. Mit dieser Zielsetzung trafen sich am 20. Mai 2011 in den Kölner Räumlichkeiten der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft rund 45 Vertreter der Pilotkommunen des Projektes „Kommunaler Index für Inklusion“ sowie assoziierte Organisationen und Hochschulen zum Austausch.

Neben Prof. Dr. Andreas Hinz von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, einem der Pioniere der Inklusionsbewegung im deutschsprachigen Raum, sowie Vertretern des Pädagogisch-theologischen Instituts der Evangelischen Kirche im Rheinland (PTI), dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) und dem Kompetenzteam Köln nahmen vor allem Vertreter und Prozessbegleiter aus den Pilotgemeinden sowie interessierten Städten teil. Hierzu zählen Neunkirchen-Seelscheid, Hennef, Bonn-Beuel, Wiener Neudorf (AT), Lindau/SH, Reutlingen/Ludwigsburg, Osterholz-Scharmbeck sowie Eitorf, Bornheim, Bremen und Lüneburg.

Barbara Brokamp, Dr. Karl-Heinz Imhäuser und Wiebke Lawrenz begrüßten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vonseiten der Stiftung und führten im Wechsel mit Gastrednern in die Tagung ein. Mal auf amüsante Weise, mal theoretisch, immer jedoch inspirierend gelang es, die Brücke zum Hauptteil der Vernetzungstagung, dem Worldcafé, zu schlagen.

Wie kann die Startphase inklusiver Prozesse gestaltet werden, und welchen Stellenwert hat dabei die Leitbildentwicklung? Welche Strukturen bewähren sich zur Sicherung der Nachhaltigkeit? Wie gelingt die Beteiligung aller Ziel- und Altersgruppen? Wie gestaltet sich die Arbeit mit den Index-Fragen? Wie kann die Wirksamkeit des Handelns überprüft werden? Diese Fragen erörterten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den sechs Thementischen und trugen in wechselnder Runde zahlreiche Aspekte und Erfahrungen rund um die Arbeit mit dem Index für Inklusion in ihren Pilotkommunen zusammen.

Eine wichtige Erkenntnis wurde an nahezu jedem Thementisch geäußert: Inklusion ist eine Kopf- und Herzenssache und wird vielerorts von den Menschen an der Basis, also z. B. in Schulen und Vereinen, mit viel Engagement initiiert und getragen, bevor der Funke mancherorts auch in die kommunalen Organisationen überspringt.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Vernetzungstagung am 20. Mai 2011. Foto: Eberhard Weible, Köln.

Inklusion betrifft alle Bereiche des Zusammenlebens

Inklusive Entwicklungsprozesse beschränken sich somit schon längst nicht mehr 'nur' auf pädagogische Einrichtungen. Inklusion ist vielmehr ein gesellschaftlicher Ansatz, der alle Bereiche des Zusammenlebens betrifft. Und so freut es Dr. Andreas Hinz, Professor an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Mitinitiator der Inklusionsbewegung in Deutschland, besonders, „dass der Ansatz der Inklusion derzeit mehr und mehr von den Bildungseinrichtungen auch in die kommunale Praxis übertragen wird“.

Diesen Prozess möchte die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft unterstützen. „In den Pilotkommunen sollen Veränderungsprozesse initiiert und Inklusion im Zusammenleben vor Ort mit Leben gefüllt werden. Im Mittelpunkt stehen Fragen, wie wir miteinander umgehen und wie innerhalb einer Kommune das Zusammenleben so gestaltet werden kann, dass niemand ausgegrenzt wird. Inklusion ist ein Prozess, und Partizipation ist dabei der Schlüssel, damit die zahlreichen Potenziale einer heterogenen Gesellschaft genutzt werden.“, so Wiebke Lawrenz, Projektleiterin im Projekt Kommunaler Index für Inklusion. Dem Austausch unter den Pilotkommunen kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu. Das bestätigen auch die zahlreichen Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die nach dem Netzwerktreffen neu inspiriert und weiter motiviert die Rückfahrt in ihre Städte und Gemeinden antraten. "Herzlichen Dank für die gelungene, zielorientierte und atmosphärisch klasse Veranstaltung, auf der Wertschätzung wirklich zu erleben war. Ich habe viele nette Leute kennen gelernt und tolle Gespräche geführt. Es ist einfach schön zu wissen, dass es mehr von unserer Sorte gibt."

"Der neue Dekadenbegriff heißt Inklusion"

Für den Vorstand der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft Dr. Karl-Heinz Imhäuser ist die Inklusionsbewegung der letzten Jahre kein Zufall, da die Gesellschaft mit diesem Jahrzehnt in die Dekade der Inklusion eingetreten sei. Vergleichbar mit den Entwicklungen rund um das Thema Nachhaltigkeit wird sich in den kommenden Jahren der Diskurs zum Thema Inklusion gesellschaftlich verankern, damit mittel- und langfristig wirksam werden und tiefgreifende Veränderungen zur Folge haben. In vielen weiteren Kommunen werden in naher Zukunft inklusive Veränderungsprozesse beginnen. Grund genug für die Stiftung, um im Herbst dieses Jahres das Handbuch zum „Kommunalen Index für Inklusion“ herauszugeben, mit welchem Akteure vor Ort praxisnah unterstützt werden sollen, sich mit Inklusion auseinanderzusetzen und miteinander Verbesserungen umzusetzen. Kern des Handbuches sind die so genannten Index-Fragen, mit deren Hilfe sich die Menschen vor Ort gemeinsam auf den Weg zu einer neuen Kultur des Miteinanders machen können.