Inklusion vor Ort

Der Kommunale Index für Inklusion - ein Praxishandbuch

Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, Bonn (Hrsg., 2011)

Inklusion vor Ort - Der kommunale Index für Inklusion
- ein Praxishandbuch

225 S.; Euro 13,00 (D)
ISBN: 978-3-7841-2070-6

Das Praxishandbuch ist beim Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. und im Buchhandel erhältlich. Weitere Bezugsquellen und Leseproben finden Sie in der rechten Spalte.

Über das Handbuch

Die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft hat in der 2011 veröffentlichten Publikation Inklusion vor Ort. Der Kommunale Index für Inklusion - ein Praxishandbuch umfangreiches Material zusammen gestellt, das Kommunen dabei unterstützen soll, inklusive Prozesse unter aktiver Beteiligung aller Interessensgruppen im Gemeinwesen zu initiieren und zu gestalten.

Das Praxishandbuch bietet eine Handreichung, um das Zusammenleben und die kommunale Entwicklung auf Aspekte wie Teilhabe und Vielfalt bzw. Ausgrenzung und Diskriminierung zu überprüfen. Es hilft dabei, die Sichtweisen anderer aufzunehmen und in die Gestaltung von Veränderungsprozessen einzubeziehen. So fördert es demokratisches und verantwortliches Handeln.

Das Handbuch richtet sich genauso an Einwohner/innen wie an die verschiedenen Mitglieder/innen der Kommunen, freie und gemeinnützige Organisationen, Verbände, Vereine, Zivilgesellschaftliche Organisationen (ZGO) und Kirchen, aber auch an Bildungseinrichtungen, Unternehmen und Einrichtungen der kommunalen Selbstverwaltung.

Kommunaler Index für Inklusion - der Fragenkatalog

Der Kern des Handbuchs ist ein Fragenkatalog, der Kommunale Index für Inklusion, der aus über 500 Fragen besteht. Jede der Fragen ist ein Startpunkt, um über Inklusion nachzudenken, das eigene Handeln zu reflektieren und selbst aktiv zu werden.

Die Indexfragen sind in drei Bereiche gegliedert, welche die verschiedenen Perspektiven und Handlungsebenen in einer Kommune abbilden:

  • Unsere Kommune als Wohn- und Lebensort
  • Inklusive Entwicklung unserer Organisation
  • Kooperation und Vernetzung in unserer Kommune

Jeder dieser Bereiche enthält eine Vielzahl von Themen, denen Fragen zugeordnet sind. Bei der Beantwortung dieser Fragen gibt es keine 'richtigen' oder 'falschen' Antworten, sondern es geht um einen offenen Dialog und um die Auseinandersetzung mit den Themen, die von den Fragen berührt werden. Wenn Menschen lernen, unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven wertzuschätzen und auf dieser Grundlage Ideen für Verbesserungen zu entwickeln, entstehen innere Teilhabe, Solidarität und Verbundenheit, Verantwortungsübernahme und damit „wirkliche“ Partizipation.

Das Handbuch - Mehr als ein Fragenkatalog

Das Praxishandbuch enthält über den Fragenkatalog hinaus Informationen und ganz praktische Hinweise zur Gestaltung inklusiver Veränderungsprozesse:

  • Zwölf Schritte zur Umsetzung inklusiver Prozesse und
  • eine Auswahl von Methoden zur Arbeit innerhalb dieser Prozesse geben wichtige Empfehlungen und Hinweise für die Praxis.
  • Dokumentierte Praxisbeispiele aus den Pilotkommunen, die sich bereits auf den Weg gemacht haben, zeigen unterschiedliche Wege auf, wie inklusive Prozesse im Gemeinwesen in Zusammenarbeit mit vielen Menschen gestaltet werden können.

Nutzen des Handbuches für Kommunen und die Gesellschaft

Nutzen des Handbuches für Kommunen und die Gesellschaft
  • Die verschiedenen Mitglieder/innen der Kommunen wie Bildungseinrichtungen, Kirchen, Verbände, Vereine, Unternehmen, Zivilgesellschaftliche Organisationen (ZGO) und Verwaltung können das Praxisbuch nutzen, um für die eigene Institution  Verbesserungspotenziale zu identifizieren und erste, realisierbare Schritte zeitnah umsetzen.
  • Gleichzeitig besteht durch die Auseinandersetzung der verschiedenen kommunalen Einrichtungen mit dem Index die Chance für organisationsübergreifende Aktivitäten auf kommunaler Ebene und damit für Synergieeffekte.
  • Kommunale Dienstleistungen können im Sinne einer inklusiven Gemeinwesenentwicklung besser an die Bedürfnisse und Bedarfe der Bevölkerung angepasst werden.
  • Das Thema Inklusion rückt stärker in die Öffentlichkeit und in das gesellschaftliche Bewusstsein. Die Wertschätzung von Unterschiedlichkeit trägt dazu bei, dass die Menschen sich in der Gemeinschaft zueinander orientieren können.
  • Teilhabe ermöglicht barrierefreies Lernen und Beteiligungserfahrung, die Richtigkeit und Wichtigkeit des eigenen Bedarfs jeder/jedes Einzelnen kann reflektiert werden.
  • Die Selbstwirksamkeit im direkten Lebensumfeld kann erfahren und gestaltet werden.
  • Die barrierefreie Beteiligung an der Gestaltung des kommunalen Zusammenlebens und -wirkens verbessert das tägliche Zusammenleben und enthält die Chance, Zukunft mit zu gestalten.

Die Entstehung des Handbuchs – ein partizipativer Prozess

Das Handbuch ist in enger Zusammenarbeit mit der Praxis vor Ort entstanden. Im Rahmen des Projektes „Kommunaler Index für Inklusion“  der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft haben Kooperationspartner/innen in sieben Pilotkommunen ihre Vorhaben gestaltet und zahlreiche Erfahrungen gesammelt, die in das Handbuch eingeflossen sind. Darüber hinaus haben eine Vielzahl von Akteur/innen befreundeter Projekte, Initiativen und Organisationen an der Erstellung des Handbuches mitgewirkt und wichtige Anregungen gegeben.

Öffnet internen Link im aktuellen Fensterzur Dokumentation des Projektes "Kommunaler Index für Inklusion - Vielfalt erkennen, wertschätzen und nutzen"

ENTSTEHUNG DES HANDBUCHES

Das Handbuch ist in Zusammenarbeit mit sieben Pilotkommunen im Projekt "Kommunaler Index für Inklusion - Vielfalt erkennen, wertschätzen und nutzen" entstanden.
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