Lebens- und Belastungssituation von Vätern frühgeborener Kinder
der Universität zu Köln/Fachbereich Geistigbehindertenpädagogik/ Forschungsprojekt Dr. Norbert Heinen
Der Anteil der jährlich in der BRD zu früh geborenen Kinder liegt bei 6% der Geburtenfälle. Aufgrund der nicht vorhandenen Entwicklungsreife zum Geburtszeitpunkt sind viele dieser zu früh geborenen Kinder von körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen betroffen. Mit den mannigfaltigen Belastungen, die daraus erwachsen, sind die Eltern außerhalb des direkt nachgeburtlichen Klinikrahmens häufig alleine gelassen, da Erzieher und Heilpädagogen des schulischen und vorschulischen Bereichs gegenwärtig in aller Regel nicht über die Kenntnisse verfügen, um angemessene Unterstützung bei der Lebensbewältigung leisten zu können.
So haben Eltern frühgeborener Kinder beispielsweise häufig Schwierigkeiten beim Aufbau der Eltern-Kind-Bindung und erleben oftmals Angst und Besorgnis um das Leben ihres Kindes. Insbesondere die psycho-sozialen Belastungen der Väter frühgeborener Kinder sind bis dato nur sehr unzureichend untersucht. Aus diesem Anlass heraus initiierte die Forschungsgruppe um Dr. Heinen eine Studie, welche die Lebens- und Belastungssituation von Vätern frühgeborener Kinder vom Zeitpunkt der Entlassung des Kindes aus der Klinik bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres des Kindes zum Untersuchungsgegenstand hat.
Zielsetzung des von Mai 2002 bis einschließlich Januar 2005 anberaumten Forschungsprojektes ist es, ableitend von den Ergebnissen der Situationsanalyse, Aufgabenfelder für heilpädagogische Begleitung und Unterstützung aufzuzeigen bzw. zu entwickeln. Die Datenanalyse für die Studie wurde durch das Institut für Medizinische Statistik, Informatik und Epidemiologie der Universität zu Köln („IMSIE“) unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Walter Lehmacher unterstützt.
