Schülerexkursion nach Moszczanka bei Prudnik (Polen)

in Zusammenarbeit mit dem Verein Kinder ohne Grenzen e.V.

Kinder ohne Grenzen" ist ein 1999/2000 initiiertes Projekt des PFEIL e.V. Es wird in enger Kooperation mit dem „Seminar für Allgemeine Heilpädagogik und Sozialpädagogik II" der Universität zu Köln durchgeführt. Die Projektleitung liegt auf Seiten des PFEIL e.V. (einem erlebnispädagogisch orientiertem gemeinnützigen Verein, der für Pädagogik für Erleben, Initiative, Lernen steht), bei Dr. Michaela Emmerich.

Finanzielle Unterstützung erfährt „Kinder ohne Grenzen" durch externe Mittelgeber aus regionalen Wirtschaftsbetrieben und Stiftungsinitiativen. Weitere Kooperationsverhältnisse bestehen sowohl auf regionaler als auch auf internationaler Ebene: mit Vertretern politischer Parteien des Kreises Heinsberg, den Hauptschulen in Erkelenz und Heinsberg-Oberbruch sowie Wirtschaftsbetrieben, sozialen und kulturellen Einrichtungen des Kreises Heinsberg, der westfriesischen Insel Terschelling, der belgischen Stadt Eupen und der Altairegion Sibiriens.

Zielgruppe des Projektes sind Schüler der Jahrgangsstufe 6 an Hauptschulen. Primäres Ziel ist, die Entstehung von Fremdenfeindlichkeit im Individuum zu verhindern und den Aufbau einer menschenfreundlichen und toleranten Lebenseinstellung zu unterstützen. Die Erreichung dieses Zieles wird mittels eines erfahrungs-, erlebnis- und handlungsorientierten Vorgehens angestrebt.

Im Laufe eines Schuljahres begeben sich die Schüler auf eine vier Stationen umfassende Länderreise der nahen und fernen Mitwelt. Hier treten die Teilnehmer mit Bewohner der bereisten Länder in Kontakt und erkunden wichtige, die Mitwelt konstituierende Bereiche. Zentrales Element der Erkundungen bilden Exkursionen in Wirtschaftsbetriebe, Heimatmuseen, politische und soziale Institutionen, die mittels zuvor erarbeiteter Fragestellungen untersucht werden.

Anhand dieser Methode soll ein lebhaftes Bild von z.B. historischen Wurzeln und Entwicklungen, wirtschaftlichen Bedingungen, kulturellen Ausdrucksformen und landschaftlichen Gegebenheiten, kurz: den Lebensgrundlagen in der erkundeten Region entstehen. Die auf diesem Wege gesammelten Erfahrungen ermöglichen die Erkenntnis von grundlegenden und kulturübergreifenden Gemeinsamkeiten des Lebens und Zusammenlebens und verdichten sich bei den Schülern zu einer Vorstellung der Mitweltnachbarschaft verschiedener Regionen der Welt.

Auf dieser Basis wird es möglich, dem vormals „Fremden" das Unbekannte und Beängstigende zu nehmen, es zunehmend zu Vertrautem werden zu lassen. Im Jahre 2003 wurde die vier Stationen umfassende Länderreise durch den Verein PFEIL e.V. mit Schülern der sechsten Klassenstufe der Gemeinschaftshauptschule Oberbuch durchgeführt.

Die vierte Länderreise wurde dabei durch die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft nicht nur finanziell unterstützt. Durch die Vermittlung von Frau Urszula Miskiewicz – freie Mitarbeiterin der Stiftung – und des Gymnasium I in Prudnik fand der Pfeil e.V. mit Frau Wanda Jakimko und ihrer Schule die Kooperationspartner in Moszczanka für das 4. Relais. Frau Jakimko organisiert und betreut seit mehreren Jahren Freizeiten mit Kindern und Jugendlichen aus der ukrainischen Partnerstadt von Prudnik Nadwirna. So konnte der Mitwelt-Gedanke in dem deutsch-polnisch-ukrainischen Zusammentreffen in Osteuropa erweitert werden. Über den Austausch und das gemeinsame Erleben wurde von Gordian Arneth ein Film gedreht. Die Schüler haben nach ihrer Rückkehr eine Dokumentation ihrer Fahrt erstellt.