Leitlinien für leistungsfähige Schulbauten in Deutschland

Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft,
Bund Deutscher Architekten BDA,
Verband Bildung und Erziehung (Hg.)
„Leitlinien für leistungsfähige Schulbauten in Deutschland”
ISBN 978-3-00-043921-6 (2017)

Bestellung der Broschüre unter: undefinedleitlinien@montag-stiftungen.de

Was zeichnet leistungsfähige Schulbauten aus, die zeitgemäßes Lernen und Arbeiten ermöglichen und den veränderten Anforderungen an Schule gerecht werden? Die vorliegenden Leitlinien formulieren notwendige Qualitätsstandards und grundlegende Prinzipien für Umbau, Erweiterung und Neubau von Schulgebäuden, geben Empfehlungen zur räumlichen Organisation von Schulen sowie Hinweise zur Gestaltung von erfolgreichen Planungsverfahren und Bauprozessen.

Die »Leitlinien für leistungsfähige Schulbauten in Deutschland« wurden von führenden Expert/innen erarbeitet, um Akteur/innen aus Schule, Politik, Verwaltung, Architektur und Zivilgesellschaft wichtiges Handlungswissen für den Umbau unserer Schullandschaft und die entsprechenden Investitionsplanungen zur Verfügung zu stellen.

Die »Leitlinien für leistungsfähige Schulbauten in Deutschland« knüpfen an das 2012 erstmals und 2017 in überarbeiteter Neuauflage erschienene Buch »Schulen planen und bauen« an. Wichtige Inhalte dieses von der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft herausgegebenen Buches sind in die vorliegende Publikation eingeflossen.

Zum Hintergrund

Unter dem Motto »Guter Schulbau als Standard« startete im Jahr 2010 das von der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft und mehreren Partner/innen initiierte Projekt.
In Zusammenarbei mit dem undefinedBund Deutscher Architekten (BDA) und dem undefinedVerband Bildung und Erziehung erschien 2011 die erste Auflage der »Leitlinien für leistungsfähige Schulbauten in Deutschland«. An Entwicklung und Veröffentlichung der Erstauflage war die Montag Stiftung Urbane Räume maßgeblich beteiligt.
Unterstützt wurde das Projekt durch die Ausschüsse für Schule und Bildung sowie für Bauen und Verkehr des Deutschen Städtetages, die den Entwurf in der Erstauflage beraten und weiter entwickelt haben und dem undefinedBundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). An der Erarbeitung des Referenzrahmens waren verschiedene Institute und Büros aus den Bereichen Pädagogik und Architektur beteiligt.

Projektbausteine

Entwurf und Qualifizierung der Leitlinien

Entwurf und Qualifizierung der Leitlinien

Auf der Grundlage der im Januar 2012 diskutierten Eckpunkte hat die interdisziplinär besetzte Autor/innengruppe im Verlauf des Jahres 2012 den Entwurf der Leitlinien in mehreren Schritten erarbeitet. In der anschließenden Qualifizierungsphase haben Expert/innen aus Schule, Planung, Verwaltung und Wissenschaft den Entwurf geprüft und ergänzt. Am 22. März 2013 fand dazu ein ganztägiges Arbeitsgespräch im Deutschen Architekturzentrum (DAZ) in Berlin statt. Darüber hinaus wurde der Entwurf in diversen Ausschüssen des Deutschen Städtetags beraten.

Die endgültige Fassung der Leitlinien für leistungsfähige Schulbauten in Deutschland wurde im Herbst 2013 publiziert und der Öffentlichkeit vorgestellt.

Expert/innengespräch "Für einen leistungsfähigen Schulbau in Deutschland"

Expert/innengespräch "Für einen leistungsfähigen Schulbau in Deutschland"

Auf Einladung der Montag Stiftung Urbane Räume, der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft und des Bundes Deutscher Architekten kamen im Januar 2012 ca. 60 Expert/innen aus Schule, Planung, Verwaltung und Wissenschaft in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften zusammen, um über Zielsetzungen und Inhalte eines Referenzrahmens für den Schulbau zu beraten. Vorgestellt und debattiert wurden erste Themenfelder des geplanten Referenzrahmens: pädagogische Perspektiven im Schulbau; architektonische und städtebauliche Herausforderungen; Typologien und räumliche Organisationsmodelle; quantitative Bedarfe und Orientierungswerte; Prozesse und Verfahrenskultur im Schulbau. Die Vorträge und Diskussionen unterstrichen den dringlichen Handlungsbedarf und plädierten für verbesserte Rahmenbedingungen im Schulbau, damit Schulen, wie sie heute benötigt werden, nicht nach Regeln von gestern gebaut oder umgestaltet werden.

Opens internal link in new windowDokumentation des Gesprächs (PDF, 1,4MB)

Opens internal link in new windowThemenfelder und erste Eckpunkte (PDF,  617KB)

Regionale Werkstattgespräche zur Anwendungspraxis von Richtlinien im Schulbau

Regionale Werkstattgespräche zur Anwendungspraxis von Richtlinien im Schulbau

Eine Forscher/innengruppe der TU Wien und der TU Berlin hat im Auftrag der Stiftungen im Frühsommer 2011 vier regionale Werkstattgespräche in Bonn, Stuttgart, Bremen und Bernburg/Saale durchgeführt und wissenschaftlich ausgewertet. Eingeladen waren ca. vierzig Akteur/innen aus den Bereichen Schulverwaltung, Bauen und Liegenschaften, Architektur, Schulleitung, Ministerien und regionale Genehmigungsbehörden, um die gegenwärtige Anwendungspraxis bestehender Schulbaurichtlinien zu reflektieren und mögliche Erwartungen an einen neuen, praxistauglichen Referenzrahmen für leistungsfähigen Schulbau zu formulieren. In den Gesprächen wurde deutlich, wie wichtig allen Gruppen die Qualität von Schulbauprozessen ist; viele am Schulbau Beteiligte wünschen sich ein flexibles Referenzsystem, das zwischen „harten“ Festlegungen und „weichen“ Vorgaben bzw. Empfehlungen differenziert.

Opens internal link in new windowDokumentation der Werkstattgespräche (PDF, 1 MB)

Vergleichsstudie ausgewählter Richtlinien zum Schulbau

Vergleichsstudie ausgewählter Richtlinien zum Schulbau

Das Institut für Öffentliche Bauten und Entwerfen der Universität Stuttgart hat gemeinsam mit dem Institut für Schulentwicklung Überlingen eine Vergleichsstudie ausgewählter Richtlinien im Schulbau erarbeitet. Die Studie zeigt nicht nur beträchtliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Regelwerken auf, sondern identifiziert bereits erste Themenfelder, in denen der Neuregelungsbedarf besonders augenfällig ist: Neuere Regelwerke reagieren besser auf die veränderten pädagogischen Anforderungen an Schule; ältere Regelwerke operieren meist mit geringeren Flächenwerten für Raumgrößen, weil sie häufig noch auf dem Modell der nach Klassen- und Fachräumen gegliederten Halbtagsschule basieren und herkömmliche Unterrichtsformen (z.B. Frontalunterricht) in homogenen Leistungsgruppen zu Grunde legen.

Opens internal link in new windowKurzfassung der Vergleichsstudie ausgewählter Richtlinien im Schulbau" (PDF, 300KB)

 

 

Broschüre

Die »Leitlinien für leistungsfähige Schulbauten in Deutschland« zum undefinedDownload (2,3 MB).