einszueins Seminare

1:1 — Was steckt dahinter?

„Freude am Tun, staunend die eigenen Möglichkeiten erkennen, offen anderen begegnen, neugierig auf Neues zugehen, begeistert lernen, bereit sein Verantwortung zu übernehmen, Mut zu entscheiden, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten… Das haben wir erlebt, das sind wir, das machen wir — das wollen wir weitergeben!“

Ort des kreativen Austauschs

Seminare einszueins ist ein Seminarangebot aus unterschiedlichen kreativen und pädagogischen Bereichen. Wir drücken uns aus in künstlerischen Formen wie Malen, sozialer Skulptur, Tanzen, Trommeln, Naturerleben, Singen, Theater und Bewegungstheater.

Zusammengeführt hat uns die Suche nach einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten, einem Ort, an dem wir uns verstanden fühlen und austauschen können. Diesen Ort fanden wir in den ideellen Grundlagen der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft und ihrem Engagement für die gesellschaftliche Situation insbesondere junger Menschen.

Schlüsselbegriffe für unsere Arbeit sind Kreativität, Körpererleben, Handeln und Besinnen, Gestalten, Experimentieren und Improvisieren. Vielfalt. Mit unseren Seminaren möchten wir Menschen ermutigen, ihre individuelle Ausdrucksform zu finden und eigene Ressourcen und Begabungen wieder zu entdecken.

Die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft will einen Beitrag leisten zu einer inhaltlich vielfältigen Auseinandersetzung insbesondere mit jungen Menschen.

Handeln in sozialer Verantwortung

Die Stiftung wurde gegründet aus der Überzeugung, daß Mitverantwortung, Hilfsbereitschaft und soziale Aufmerksamkeit die Grundmerkmale unserer demokratischen Kultur bilden. Ihre Anwesenheit und Wirksamkeit geben Auskunft über den Zustand menschlicher Gemeinschaftsqualität und gesellschaftlicher Existenzfähigkeit.

Dies wird besonders deutlich im Verständnis des Generationsverhältnisses, also dem Verhältnis von Jung und Alt. Gerade hierin werden Wertvorstellungen, Perspektiven und die aufrichtige Haltung zur Gemeinsamkeit in Alltag und Gegenwart deutlich.

Eine Gesellschaft, die die alten Menschen vergißt und die Jugend vernachlässigt, vertröstet oder auf deren Kosten handelt, hat sich selbst und die Chance aufgegeben, neue Anforderungen wahrzunehmen und zu bewältigen. Sie stellt sich damit außerhalb der Kultur.

Die beste Zukunft ist eine gute Gegenwart

Hier will die Stiftung einen Standpunkt beziehen als Ort der Umsetzung kooperativer Phantasie und Aktivität. Das heißt, daß hier Wege gesucht, Perspektiven entwickelt und Projekte verwirklicht werden aus dem Bewusstsein von Vielfalt, von Ergänzung und der Freude an Neuem, an Initiative und an kreativer Gestaltung. Keine exklusiven Sonderszenarien, sondern lebendige Treffpunkte des Austausches und der Bereitschaft zur konstruktiven Auseinandersetzung.

Es wird deshalb unsere Aufgabe sein, mittelbar und unmittelbar mitzugestalten an Initiativen, Projekten und Dialogen zur Verbesserung der gesellschaftlichen Situation insbesondere junger Menschen, um aus diesem Handeln heraus ermutigende und bejahende Perspektiven zu finden für das Miteinanderleben. Solche Zukunftsperspektiven gewinnen nur an Glaubwürdigkeit durch eine glaubwürdige Gegenwart. Mit anderen Worten: Die beste Zukunft ist eine gute Gegenwart.

Phantasievolle Ausbildung junger Menschen

Es hat sich immer gelohnt, Jugend nicht zu kultivieren, sondern sie einzubeziehen in die Verantwortung am Ganzen, sie ernst zu nehmen, zu fordern, sie mitzubeteiligen. In ihr steckt nicht nur die Kraft der Hoffnungen, sondern ebenso sehr die Faszination für den Augenblick, die Dimensionen der Zukunft einerseits, andererseits aber ebenso das Vermögen unverbrauchter und unmittelbarer Wirklichkeitsbegegnung.

Diese Befähigungen für das Naheliegende und Visionäre müssen genutzt werden. Wie kann dies besser geschehen als durch eine qualifizierte, vielfältige, phantasievolle und differenzierte Ausbildung junger Menschen, die sich der Begleitung, Erziehung, Ausbildung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen widmet.

Schwerpunkt Stiftungsaktivitäten

einszueins - Die Entstehung einer Formel

Sich an dieser Stelle besonders zu engagieren, mußte deshalb ein Schwerpunkt unserer Stiftungsaktivitäten werden. Mit der Einrichtung der Seminare einszueins wurde diesem Anliegen entsprochen. Diese Formel soll die zentrale Idee der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft inhaltlich auf besondere Weise zu verbinden, veranschaulichen.

Lange wurde nach einem geeigneten Begriff gesucht, der Denken und Handeln gleichermaßen erfaßt und schon sehr früh tauchte in einem Gespräch in unserem Haus der Maßstab 1:1 als Beschreibungsformel unserer Arbeit auf. Schon damals waren wir von der Einfachheit und Klarheit dieser Formel begeistert, aber damals fehlte uns noch die Erfahrung mit dem Haus, die praktische Stiftungsarbeit, die Erfahrung des Alltags als Basis für unsere Konzeption und ihr Symbol.

Wir haben es wiederentdeckt im Gespräch mit DozentInnen der Stiftung, nach einer Zeit der gemeinsamen Arbeit und im Nachdenken über diese Arbeit und das sie Verbindende. Eins zu Eins sagt uns heute sehr viel mehr als noch vor zwei oder drei Jahren.

Kinder sind durch die Räume der Villa getanzt und haben die großen architektonischen Linien belebt. Gespräche haben stattgefunden, kritische, inspirierende Gedanken zu den Anfangsideen der Stiftung wurden ausgetauscht, Gemeinsames gesucht für die praktischen Ansätze in den Projekten.

Idealverhältnis von Wirklichkeit und Abbildung

einszueins ist der Maßstab der Übereinstimmung zwischen Wirklichkeit und Abbildung. Ein Symbol für ein Idealverhältnis. Die Wahl dieser Formel als Leitgedanke für eigenes Handeln könnte mißverstanden werden als utopische Selbstüberschätzung. Doch es klingt auch ein Anspruch hindurch, nach Zielen, die seit den Träumen der Jugend bestehen.

Jugend möchte daran glauben, die Wirklichkeit und ihre Abbildungen, Vorstellungen, Träume , Entwürfe und Visionen in Übereinstimmung bringen zu können. Das Leben lehrt: ein unerfüllbarer Traum. Doch er enthält immer auch die Kraft, die Ideen der Wirklichkeit anzunähern oder die Wirklichkeit den Ideen.

So knüpfen sich viele Assoziationen an die Formel einszueins.

Eine Formel der Zusammenarbeit, der Kooperation.
Eins fügt sich zum anderen.
Eins ist wie das andere.
Eins ergänzt das andere.
Eins wird erst durch das andere.


Vielleicht die Formel der Ebenbürtigkeit, und des Gleichheitsverhältnisses von Entwurf und Verwirklichung, Phantasie und kreativer Gestaltung.

Inklusive Begegnungswelten

Kein Missverhältnis zwischen dem Plan und dem Bau, zwischen dem Gedanken und seiner Anwendung. Das ideale Verhältnis von Handeln und Denken, Suchen und Entdecken, Lehren und Lernen, Theorie und Praxis, Idee und Wirklichkeit.

Jeder kennt solche Gegensatzpaare, die sich erst aus der Ganzheit des Widerspruchs verstehen lassen. Es sind Begriffspaare aus der Empfindungs-, Erlebnis- und Handlungserfahrung der Vielfalt, der Ergänzung, heute kann man sagen aus inklusiven Begegnungswelten. Dies ist der Grund, weshalb die Stiftung für einen bestimmten Teil ihrer Arbeit das Motto einszueins gewählt hat: für ihr Seminarangebot.

Die ursprünglichen Konzeptions-Formeln:

„Verändern durch Handeln“
„die beste Zukunft ist eine gute Gegenwart“


haben inzwischen durch die vielfältigen kreativen Seminare sehr konkrete Übersetzungen erfahren, die neben der Wiederentdeckung der Formel einszueins auch die abstrakten Zielvorstellungen der Stiftungsgründung durch kritische Belege, Anstöße und Weiterentwicklungen vertieften.

Die Zeit konnte genutzt werden zur Entwicklung eines eigenständigen Ausbildungsangebotes, das gegenwärtig aus 23 Seminaren besteht, die sowohl StudentInnen als auch LehrerInnen, ErzieherInnen und anderen an Erziehung Interessierten Erfahrungslernen auf ganz eigenständige Weise anbietet.

Förderung demokratischen Potentials

Diesem Erfahrungslernen liegen viele der Gedanken zu Grunde, die Joseph Beuys in seinem Manifest formulierte. Von ganz besonderer Bedeutung dabei sind die Ausführungen zur demokratischen Grundsatzorientierung, die auch für die Stiftung eine hohe Verbindlichkeit besitzen.

... die Ermutigung, Entdeckung und Förderung des demokratischen Potentials, dem Ausdruck verliehen werden soll. In einer mehr und mehr durch Werbung, politische Propaganda, durch Kulturbetrieb und Presse gesteuerten Welt ...

Kreativität ist nicht auf jene beschränkt, die eine der herkömmlichen Künste ausüben, und selbst bei diesen ist sie nicht auf die Ausübung ihrer Kunst beschränkt. Es gibt bei allen ein Kreativitätspotential, das durch Konkurrenz und Erfolgsaggression verdeckt wird. Dieses Potential zu entdecken, zu erforschen und zu entwickeln, sollte Aufgabe der Schule sein.

Aufgabe von Schule - das heißt:

Aufgabe von jeglicher Ausbildung muss es sein, sich der Verstärkung demokratischer Kultur verpflichtet zu fühlen. Dies gilt für die Konzeption aller Projekte, die die Stiftung verwirklicht im Rahmen der Fortbildungsreihe einszueins.

Hier werden kreative Themen bearbeitet mit dem Ziel, jungen Menschen Gelegenheit zu Experiment und Exploration zu geben und durch das Erlebnis zu lernen. Mit einszueins wird also ein Raum angeboten der konkreten Bearbeitung von Inhalten im Denk- und Wahrnehmungskreis kreativer Theorie- und Praxisbereiche, die nicht auf die Kunst beschränkt sein dürfen, sondern alle Bereiche des gegenwärtigen Alltags beinhalten können.

So versteht sich die Stiftung als ein Ort, der zur engagierten Auseinandersetzung mit der Gegenwart anregen, anstiften will. Unterstützung für verantwortliches Handeln, das bei sich selbst beginnt, das sich selbst herausfordert und erfährt, um von hier aus Verantwortung zu entwickeln für eine gemeinsame Gestaltung und Veränderung der Gegenwart.
Also doch…

„Verändern durch Handeln!“
denn…
„Die beste Zukunft ist eine gute Gegenwart.“

Dr. Theo Eckmann

INFO

1:1 - Was steckt dahinter?
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