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Bildung im digitalen Wandel

Schulen sprechen Empfehlungen für eine zukunftsfähige Bildungspolitik aus

Auf der Konferenz »Bildung Digitalisierung 2017« diskutierten am 23. und 24. November in Berlin 38 Schulen aller Schulformen bundesweit auf Einladung des Forums Bildung Digitalisierung mit Vertreter/innen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft über ihre Forderungen für einen Unterricht mit digitalen Medien. Die Schulen arbeiten bereits seit März 2017 an entsprechenden Konzepten und Empfehlungen. Im Mittelpunkt des Werkstattprozesses stand der Austausch über Gelingensbedingungen, Herausforderungen und mögliche Unterstützungsinstrumente für Schulentwicklung in der digitalen Welt. Dabei wurde deutlich: Die Herausforderung, Bildung im digitalen Wandel zu gestalten, können Schulen nicht allein bewältigen – hier muss die Bildungspolitik die nötigen Weichen stellen.

„Digitalisierung ist ein Thema, mit dem sich viele Schulen in den nächsten Jahren beschäftigen werden. Wir möchten Gelegenheiten schaffen, dass diese von den Erfahrungen, die andere Schulen bereits gemacht haben, lernen und sich gegenseitig unterstützen können“, so Olaf Köster-Ehling, Vorstand der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft. Die Stiftung ist seit September 2017 Mitglied im Forum Bildung Digitalisierung.

Kriterien für eine zukunftsfähige Bildung im digitalen Wandel identifizierten die Schulen im gemeinsamen Austausch: Eine starke Rolle der Schulleitung, die Unterrichtsentwicklung mit Hilfe digitaler Medien und der Aufbau kollegialer Fortbildungs- und Unterstützungsstrukturen erwiesen sich bei den meisten Schulen als erfolgsentscheidend. Mit dem Schwerpunkt auf ein individualisiertes Lernen in ganztägigen inklusiven Bildungseinrichtungen engagiert sich die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft deshalb auch im Projektereich undefinedBildung x.0 zu den genannten Themen.

Im Werkstattprozess wurden Handlungsempfehlungen für Bildungspolitik und Bildungsverwaltung ausgearbeitet und im Rahmen der Konferenz auf dem Podium mit Vertretern von Bund, Ländern und Kommunen diskutiert. Vier Aktionsfelder wurden dabei von den Schulen formuliert:

  • Schulen benötigen mehr pädagogische Eigenverantwortlichkeit, um Unterrichtsentwicklung vorantreiben zu können.
  • In der Qualifizierung von Lehrkräften müssen neue Wege eingeschlagen werden; ein beständiger Austausch ist dabei förderlicher als punktuelle Fortbildungen.
  • Digitalisierung bedarf einer soliden und verlässlichen IT-Ausstattung, die kontinuierlich weiterentwickelt wird. Hierzu müssen finanzielle und personelle Ressourcen bereitgestellt werden.
  • Unsichere Rechtslagen dürfen die Arbeit von Schulen nicht einschränken. Wo in der Digitalisierung rechtliche Fragestellungen noch ungeklärt sind, müssen Frei- und Schutzräume für Schulen geschaffen werden.

Die Handlungsempfehlungen stehen zum Download zur Verfügung unter undefinedwww.forumbd.de.

Auch 2018 wird das Forum Bildung Digitalisierung Schulen auf ihrem Weg hin zum Lernen mit digitalen Medien unterstützen. Das Forum Bildung Digitalisierung ist eine Initiative der Deutsche Telekom Stiftung, der Bertelsmann Stiftung, der Dieter Schwarz Stiftung, der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, der Robert Bosch Stiftung sowie der Siemens Stiftung, gefördert durch die Stiftung Mercator. Geplant sind weitere Werkstätten zu Schul- und Unterrichtsentwicklung unter Einbeziehung wissenschaftlicher Expertise. Außerdem sollen die Zusammenarbeit mit den Ländern intensiviert und Kooperationen mit bestehenden Schulnetzwerken geknüpft werden.

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