Urbane Nachbarschaft Freiimfelde

Zweites Initialkapital-Projekt in Halle an der Saale

Künstlerische Wandgestaltung der Freiraumgalerie.
Foto: Montag Stiftung Urbane Räume

Künstlerische Wandgestaltung der Freiraumgalerie in Halle-Freiimfelde

Aufräumen der Brache beim Frühjahrsputz.
Foto: Danilo Halle

Aufräumen der Brache beim Frühjahrsputz in Halle-Freiimfelde

Für ein zweites Projekt im Stiftungsprogramm „Initialkapital für eine chancengerechte Stadtteilentwicklung“ suchte die Stiftung 2015 mit einem bundesweiten Projektaufruf einen benachteiligten Stadtteil und lokale Akteure, die gemeinsam für ihren Stadtteil aktiv werden wollen. Die Idee hinter dem Programm ist, mit einer Anfangsinvestition Immobilien oder Freiflächen gemeinwohlorientiert zu entwickeln und zu bewirtschaften. Die Renditen daraus sollen dem jeweiligen Stadtteil zugutekommen. Das ist nur mit einer aktiven Beteiligung der Stadtverwaltung, der Stadtteilbewohnerinnen und -bewohner sowie der lokalen Wirtschaft möglich, die die Rahmenbedingungen vor Ort schaffen und gemeinsam mit der Stiftung die Gemeinwesenarbeit gestalten.

In den kommenden Jahren wird sich die Montag Stiftung Urbane Räume gemeinsam mit der Stadtverwaltung Halle und der Freiraumgalerie im Halleschen Stadtteil Freiimfelde engagieren. Neben Krefeld setzt sie damit ihr Initialkapitalmodell an einem zweiten Standort um.

Mit der Freiraumgalerie hat die Stiftung eine Partnerin, die bereits seit 2012 vor Ort aktiv ist und dem Quartier mit viel Kreativität zu einem neuen Image verholfen hat. In ihrer Kooperation „Urbane Nachbarschaft Freiimfelde“ haben die drei Partner bereits erste Veranstaltungen in und mit dem Stadtteil durchgeführt, eine europäischen Förderantrag gestellt und Projekte angestoßen.

Mit der Sicherung der rund 6.000 m² großen Brachfläche im Herzen des Quartiers hat die Stiftung einen wichtigen Grundstein für die chancengerechte Entwicklung des Stadtteils gelegt. Der Stadtteil hat Initiative bewiesen und bei einer Aufräumaktion etwa 100m³ Müll von der Brache geräumt. Nun wird gemeinsam überlegt, wie die Bewohner von Freiimfelde diese Freifläche am besten nutzen können. Noch in diesem Jahr sollen auf dem Grundstück erste bürgerschaftlich getragene Projekte und Zwischennutzungen entstehen. Im Herbst dieses Jahres wird sich zeigen, ob im Rahmen des EU-Förderprogramms „Urban Innovative Actions“ Fördermittel für die Quartiersentwicklung nach Freiimfelde fließen werden. Im Jahr 2017 wird die „Brache“ schrittweise geräumt werden, sodass die Freiimfelder Bürger dort Verantwortung für erste Teilflächen zur dauerhaften Nutzung übernehmen können.

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